Nun ist er verstorben, der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern, der 1926 mit jüdischen Wurzeln in Breslau geboren wurde. Im Alter von 12 Jahren flüchtete er und seine Familie in die USA. 

Er hat die tiefgreifende Erfahrung gemacht, dass Demokratie absolut kein Selbstläufer und jederzeit gefährdet ist und bleibt. 

Gegen Ende seines Lebens nahm er die populistischen Kräfte in Europa mit großer Sorge wahr, die in unseren Tagen starke autoritäre und autokratische Tendenzen vertreten. Liberalismus sei zu einem Schimpfwort geworden, an dessen Stelle sogenannte starke Führungspersönlichkeiten treten wollten, welche emotional aufgeladene Reden halten und die Bürger unter Ausklammerung rationaler Argumente in der Hauptsache emotional zu steuern versuchen. Donald Trump galt ihm als amoralischer Mensch, der mit Geld und Ignoranz protzte. Dessen Inauguration als Präsident der Vereinigten Staaten musste er nicht mehr miterleben. Die Erlebnisse von Fritz Stern und seine Besorgnis um die Demokratie sind heute aktueller denn je.

Der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern wurde geprägt davon, wie schnell sich seine Heimat in eine Diktatur verwandelte. Daraus kann man für heute lernen.

http://www.zeit.de/politik/2017-02/fritz-stern-historiker-usa-nationalismus-donald-trump-5vor8

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