Die fabelhafte Welt des Donald Trump. Heute: religiöses Einreiseverbot.

Eigentlich wäre es an der Zeit, hier mal wieder einen positiven Artikel zu verfassen. Was aber schwer fällt, wenn der wohl mächtigste Mensch der Welt, Donald Trump, gerade am Holocaust-Gedenktag ein Einreiseverbot für Muslime aus 7 Ländern erlässt. Die Meldungen variieren etwas, in vielen Medien wird von einem Einreiseverbot von Muslimen berichtet, in manchen von einem Einreiseverbot aus Ländern, in denen es eine muslimische Mehrheit gibt. Christen aus Syrien beispielsweise dürfen aber durchaus einreisen. Und Anne Frank, dürfte die denn heute einreisen, auf der Flucht vor Nazis beispielsweise ?

Wie auch immer, defacto läuft es eigentlich darauf hinaus, dass Muslime aus 7 Ländern nun nicht mehr in die USA einreisen können, was erstmal auf 120 Tage begrenzt zu sein scheint, vermutlich aber doch wohl eher länger gehen wird. Übrigens sind auch etwa 190 Google-Mitarbeiter betroffen. Sonderlich durchdacht wirken solche Präsidialerlasse irgendwo nicht und wenn Donald Trump schon der mächtigste Mann der Welt sein sollte, so womöglich doch nicht der mit dem allergrößten Weitblick. Äußerst problematisch ist sein neuester Erlass zum religiösen Einreisestopp, zumindest aus Sicht des deutschen Grundgesetzes, weil er im Grunde rassistisch ist. Im deutschen Grundgesetz nämlich wird die Freiheit des Glaubens gewährt und die Würde des Menschen als unverletzlich deklariert. Von Glaubensfreiheit kann aber keine Rede mehr sein, wenn gewisse Menschen, nur weil sie muslimischen Glauben haben, nicht mehr ins Land dürfen. Im Grunde würde man hierzulande sagen, dass es sich dabei um religiösen Rassismus handelt. Vielleicht ist man in Deutschland aufgrund der Vergangenheit, die man einigermaßen bewältigt hat und auch immer wieder aufzuarbeiten bereit und bemüht ist, um eine Wiederholung möglichst zu vermeiden, diesbezüglich sehr sensibilisiert. Andererseits, wie derart unsensibel muss man eigentlich sein, um dies Problem nicht in seiner Brisanz zu bemerken? Die Freiheitsstatue auf Ellis Island hat vermutlich erstmal ihre Augen geschlossen, um diesem unseligen Treiben nicht weiter zusehen zu müssen. Als nächsten Plan hat sie angekündigt, sich aus Protest verrosten zu lassen, bis nichts mehr von ihr übrig ist. Sagt man. Allerdings handelt es sich bei dieser Behauptung womöglich um alternative Fakten.

„Von den Wangen der Freiheitsstatue rollen die Tränen“

Donald Trump schränkt die Einreise von Flüchtlingen und Muslimen in die USA massiv ein. Republikaner loben den Schritt, von Demokraten kommt scharfe Kritik. Der Ex-Chef der Terrorabwehr warnt, dass das Dekret dem IS in die Hände spiele.

http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1132140.html

Das Titelbild zeigt übrigens eine christliche Kirche, keine Moschee. Aber das dürfte ja keinem auffallen.

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