Im Wahlkampf hörte sich das für viele abgehängte Menschen aus der ehemaligen Mittelschicht in den USA, die Donald gewählt haben, noch ganz gut an. Mexiko solle die Mauer bezahlen, die Herr Trump an der Grenze zu Mexiko bauen lassen wolle. Allerdings, diese Mauer soll dann etwa bis zu 40 Milliarden US-Dollar kosten. Mexiko hat schon einmal klar gemacht, dass es für diese Kosten logischerweise nicht aufkommen will. Warum auch. Wer aber soll sie zahlen?

Die neueste geniale Idee aus dem Hause Trump ist, so zumindest heute morgen in den Nachrichten, dass Strafzölle für Waren, die aus Mexiko in die USA importiert werden, in Höhe von bis zu 20% verlangt werden sollen. Tequila, den man in den USA trinkt, wird also 20% teurer. Statt beispielsweise 10 € zahlt der US-Amerikaner dann also 12. Auch BMW hat ein Werk, das in Mexiko produziert. Wenn also ein US-Amerikaner dann einen BMW fahren will, zahlt er ebenfalls mehr. Wird er stattdessen einen Chrysler kaufen? Das ist die gute Frage. Vermutlich eher nein.

Zahlt also Mexiko die Mauer? Nein, es ist der US-Amerikaner. Derjenige, der Herrn Trump gewählt hat. Der ihn gewählt hat, weil er Angst vor billigen Waren aus dem Ausland hatte. Die Sorge sei ihm nun aber genommen, denn die Waren werden für US-Amerikaner offensichtlich teurer. Wann das dem Trump-Wähler denn aufgehen wird? So komplex ist der Sachverhalt doch nicht. Man sollte sich als Wähler der abgehängten Mittelschicht doch einmal überlegen, ob ein Milliardär, der in die Politik geht und der beispielsweise in Atlantic City, wo er nach dem Bau eines gewaltigen Casinos praktisch pleite ging, seine Arbeiter, also Leute aus der abgehängten Mittelschicht, nicht mehr bezahlen konnte und wollte, ob so ein Milliardär denn tatsächlich im Sinne der abgehängten Mittelschicht handeln wird. In Atlantic City tat er genau dies jedenfalls nicht. Allerdings war es den Banken damals zu teuer, ihn komplett pleite gehen zu lassen, so dass man ihm einen großen Teil der Schulden erließ. Vielleicht wird der US Wähler dies dann auch tun müssen. Naja, ist ja nur Geld. Was soll’s.

In Deutschland jedenfalls hatte man ja eher schlechte Erfahrungen mit Mauern gemacht. Übrigens auch in Ostdeutschland. Protektionismus führte dort nämlich nicht zum gewünschten Erfolg. Aber derlei Erkenntnisse stören ja keinen großen Geist. Und einen kleinen schon gleich überhaupt nicht.

3 Kommentare zu „Wer muss Donald Trumps Mauer bezahlen?

  1. Habe Trump Ihre äußest wichtige Information per Mail zukommen lassen wieviel Tequila seine US-Amerikaner für die Mauer jetzt trinken müssen.

    En la pared, ¡Salud!

  2. Nicht der Rede wert!
    Jetzt kommen sogar noch extra
    Original-Trump-Tequila-Gläser auf den Markt

    ¡Gracias!

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