Wenn der Björn und der Adolf

Das habe man ja alles gar nicht gewusst, hört man gerne. Man habe es einfach gar nicht mitbekommen. Die Eltern unserer Eltern reden manchmal so, wenn es um die Zeit der Nationalsozialisten und deren Verbrechen geht. Bald sind sie ausgestorben und was bleibt, sind wir, die jüngere Generation. Und man könnte glauben, diese hätte etwas dazugelernt. Denn wir können es wissen. Und es passiert möglicherweise wieder. Anders, aber ähnlich.

Denn wenn ein Björn Höcke in einer Rede das Holocaust-Mahnmal in Berlin als Schande bezeichnet, ist das eigentlich schon Volksverhetzung. Zwar wird im Nachhinein natürlich sogleich heftig dementiert, alles nicht so gemeint, die Schande sei doch das gewesen, was das deutsche Volk so gemacht habe. Im Kontext der Rede klingt das aber doch ganz anders. Es ist die ewige Provokationsspirale, mit der die AFD sich in Szene zu setzen pflegt. Tabubruch, Zurückrudern, beleidigtes Schmollen, man sei doch ganz und gar missverstanden worden. Nun muss man davon ausgehen, dass auch die AFD Spitzenpolitiker nicht mit größerer Dummheit als der Rest der Bevölkerung gesegnet sind. Und dass auch sie durchaus wissen, wie sie medienwirksam in die Medien kommen. Mit Provokationen nämlich. Allerdings, jedes Thema ist dazu nicht angeraten und auch nicht geeignet. Der Mord an über sechs Millionen Juden beispielsweise hat in billiger AFD Propaganda überhaupt nichts zu suchen, zumindest nicht in der oben erwähnten Art. Falls der ein oder andere also noch meint, sie oder er könnte die AFD tatsächliche wählen können, möge sie oder er doch bitte den folgenden Artikel lesen, der hier verlinkt ist.

www.spiegel.de/netzwelt/web/bjoern-hoecke-rede-offenbart-gesinnung-kolumne-von-sascha-lobo-a-1130551-amp.html

Lesen Sie auch: Kardinal Marx, für Christen gibt es rote Linien in politischen Debatten.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/marx-fur-christen-gibt-es-rote-linien

Michel Friedman zur Rede von Björn Höcke: „Wer jetzt noch AFD wählt, macht sich mitschuldig.“ Sehen Sie das Interview mit ihm unter folgendem Link.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1415879268423536&id=136245236386952
Der Postillon versucht sich satirisch am Bösen Thema,  auch ein Weg: Sieben Zitate aus Björn Höckes Rede, die von den Medien grob verfälscht worden sind.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Karl sagt:

    Die „Hamburger Mogenpost“ und der „Berliner Kurier haben Björn Höcke mit Joseph Goebbels bzw. Adolf Hitler gleichgesetzt, nun lese ich hier in diesem Blog “Wenn der Björn und der Adolf.
    Nun meine Frage:,,Hat Ihr Theolounge.de Blog den gleichen Berichterstatter wie die „Hamburger Mogenpost“ und der „Berliner Kurier………?

  2. theolounge sagt:

    Das würde mich wundern

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