Eine ganze Generation aus den 70er Jahren wuchs mit der Star Wars Saga auf. Ein gigantischer Kampf von Gut gegen Böse, vordergründig in einer technisierten Welt, hintergründig von einer nicht näher definierten Macht unterstützt, die hinter der sichtbaren Welt und hinter allem, was existiert, steht. Die quasi der Urgrund allen Seins ist.

Rogue one heißt der nun erschienene Kinofilm, der sich quasi an den Beginn aller anderen Filme setzt und die Ursprünge der Saga inszeniert. Es ist ein Film, der nun auch der jungen Generation, die wir selbst in den 70er Jahren einmal waren, diese Saga nahe bringt und diese jungen Kinder und Jugendlichen sicherlich prägen wird. Technisch aufwändig und perfekt gemacht ist er und auch, wenn man als Erwachsener mittlerweile die ganzen Motive wiedererkennt und von daher geneigt ist, zu sagen, die hätten sich doch auch mal etwas Neues ausdenken können, kann man erkennen, dass der Film eben das für die nachwachsende Generation ist, was er für unsere Generation einmal war. Und die Jungen kennen die Plots natürlich noch nicht und müssen erst für die Saga interessiert und sensibilisiert werden.

Da der Film natürlich auch begeistern soll und dies heutzutage durch technische Raffinesse und Schnelligkeit in den Handlungsabläufen sowie viel bumm bumm erzielt wird, könnte man untertreibend feststellen, dass in Rogue one schon auch mal der ein oder andere Schuss fällt.

Vordergründig eine Saga also, die in einer fernen Galaxie und einer fernen Zukunft spielt, hochtechnisiert und mit modernsten Waffen und Kommunikationsmitteln ausgerüstet. Eine Welt also, wie die unsere, nur moderner und mit ähnlichen Vorstellungen: Weit verbreitet ist dort nämlich die Vorstellung, es gebe die Macht überhaupt nicht. Die Macht, die hinter allem steht. Nur die materialistische Sicht, die technisierte, in der es lediglich die Materie, die Atome und kleinste Energieteilchen gibt, mit denen man dann schießen kann, wird von vielen dort als sie die richtige eingeschätzt. Doch eine kleine Zahl von Menschen dort weiß auch um die Bedeutung der Macht, die hinter allem steht. So einerseits der Bösewicht Darth Vader, der sich die Macht für seine üblen Zwecke immer wieder zu eigen machen kann, als auch die sogenannten Guten, beispielsweise ein Blinder, der ebenfalls Zugriff auf die Macht hat.

Ab einem gewissen Punkt im Film wiederholen die Guten fast mantraartig die folgende Formel: Die Macht ist in mir und ich bin in der Macht.

Damit ist dann plötzlich massiv Religion im Spiel, denn in unsere heutige Zeit übersetzt würde der Satz wohl so heißen: Gott ist in mir und ich bin in Gott.

 

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