Vor nunmehr 83 Jahren nahm das Drama seinen Lauf. Es war die Machtergreifung des österreichischen gescheiterten Kunstmalers und politischen Agitators Adolf Hitler.

Seit Januar diesen Jahres unterliegt sein über 700 Seiten zählendes Buch ‚Mein Kampf‘ nicht mehr dem Urheberrecht. Nun wurde eine kommentierte Fassung der Hetzschrift veröffentlicht. Die Absicht dabei ist, der ungesteuerten Veröffentlichung und der Mystifizierung Hitlers Aufklärung entgegenzusetzen.

Wie man einem Bericht auf Arte („Mein Kampf. Das gefährliche Buch.“) über das Thema entnehmen kann, skizziert Hitler bereits einen Großteil seiner menschenverachtenden Vorhaben in diesem literarischen Pamphlet. Deutschland beginnt Krieg gegen verschiedene Nachbarstaaten und schließlich sucht Hitler sogenannten ‚Lebensraum‘ im Osten. Der Zweite Weltkrieg, der durch Hitler begonnen wurde, kostet 60 bis 70 Millionen Menschen das Leben.

Abgesehen davon wird von Hitler massiver Hass gegen Juden geschürt und sie werden zu Millionen in Konzentrationslagern ermordet. Voraus geht eine Stigmatisierung von allem Jüdischen, die zunehmend stärker und repressiver wird. Der Jude an sich wird zum Feindbild schlechthin, völlig unabhängig davon, ob er gut integriert ist in die Gesellschaft oder noch nicht.

Man darf befürchten, dass viele dieser rassistischer Gedanken auch heute noch in Teilen der deutschen Bevölkerung schlummern. Zwar wurde mit massiver Bildungsarbeit in den Schulen das Menschenmögliche getan, um dem Schüren von Ängsten Bildung entgegenzusetzen. Dennoch scheint es so, dass heute in Deutschland viele unter Hitler schon aufgetretene Gedanken wieder aufleben. Zahlreiche rechtsgerichtete, sogenannte ‚besorgte Bürger‘, protestieren lautstark und vielerorts gegen eine angebliche Überfremdung im eigenen Land. Unterstützung bekommen Sie jüngst durch die Vorkommnisse in der Silvesternacht in Köln, in denen offenbar Personen mit Migrationshintergrund an Straftaten beteiligt gewesen sein sollen.

Heute sind es nicht mehr die Juden, die sich in erster Linie fürchten müssen. Zumindest nicht in Deutschland. Soviel hat offenbar die Bildungsarbeit bewirken können. Aber Feindbilder sind austauschbar. Die Juden in Deutschland heißen heute Moslems, Flüchtlinge, Migranten.

Zwei Kerngedanken von Hitler sind zeitlos. Ultranationalismus und Rassismus. Man sollte sich bewusst sein, dass sich Dinge, die heute noch stabil erscheinen, in Windeseile ändern können. Auch eine scheinbar sicher eingeführte und gelebte Demokratie. Aufgerufen sind wir alle, uns nicht anstecken zu lassen von dem Rassismus, der in Bezug auf die Flüchtlingskrise und die Vorkommnisse in Köln derzeit die Runde macht. Und auch nicht von dem Ultranationalismus. Wenn wir weiter in einer Demokratie leben wollen, müssen wir sie schützen. Das fängt bei unseren Gedanken an, die wir nicht von Hass und Angst vor Überfremdung infizieren lassen dürfen.

Folgendes Zitat, das heute über Facebook durchtickerte, kann einen Einblick und eine Ahnung vermitteln davon, wie in Deutschland die Stimmung immer weiter kippen könnte.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10153244973736466&id=561141465

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