Nein, Sie werden nicht Botschafterin in Honduras!

in der Ukraine müssen 25.000 Stimmen zusammen kommen für eine Petition, mit der sich dann der ukrainische Staatspräsident, in diesem Fall Petro Poroschenko, beschäftigen muss. Besagte Petition, die von über 25.000 Witzbolden eingereicht wurde, will erwirken, dass Julia Timoschenko, die populistische Wendehals-Politikerin, als Botschafterin der Ukraine nach Honduras geht. Offiziell bestätigte Poschenko nun, dass dies aber nicht angedacht sei.

Inoffiziell wird er sich sicherlich ein lautes Lachen nur mühsam haben verkneifen können, da seine Vorgeschichte mit Frau Timoshenko alles andere als koscher ist. Sie hatte, als Juschtschenko, der nach Europa orientierte Staatspräsident, noch im Amt war, mit Verleumdung dafür gesorgt, dass dessen Vertrauter, der nun neue Staatspräsident, Poroschenko, sein Amt damals niederlegen musste.

Dieser Kleinkrieg, den sie angezettelt hatte, bewirkte letztlich, dass der prorussische Präsident Viktor Janukowitsch an die Macht kam und ihm nichts mehr entgegengesetzt werden konnte. Dieser hatte nach und nach begonnen, die Ukraine in eine Autokratie und dann in Richtung Diktatur umzuwandeln. Vor zwei Jahren im November war es dem ukrainischen Volk dann zu viel. Zu lange hatte es hinter dem Eisernen Vorhang im Würgegriff der russischen Zaren zugebracht und hatte nun die allerwenigste Lust, dass der eigene Präsident sich mit Russland verbrüdert und als russische Marionette fungiert. Wie gesagt, letztlich hat Frau Timoschenko, die blonde Dame mit dem Dutt im Haar, die eigentlich gar nicht blond ist, sondern die Haarfarbe wählt, die ihre Wähler gerne sehen würden, maßgeblich mit dazu beigetragen, dass der prorussische Präsident Janukowitsch an die Macht kam, der dann vom Volk im November vor zwei Jahren auf dem Maidan endlich aus dem Amt gebracht wurde beziehungsweise sich mit einem unglaublichen Vermögen in Milliardenhöhe ins russische Ausland absetzte.

Von daher ist die Petition, Frau Timoshenko nach Honduras zu entsenden, eigentlich keine schlechte Idee.

Dennoch muss Poroschenko qualifiziert begründen, warum Frau Timoschenko denn nun nicht eine Botschaft in Honduras für die Ukraine eröffnen sollte. Offizieller Sprachduktus ist, dass für diese Region bereits die ukrainische Botschaft in den USA zuständig ist.

Aber mindestens 25.000 Ukrainer und der Herr Präsident höchstpersönlich dürften derzeit mit einem breiten innerlichen Grinsen herumlaufen.

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