Flüchtlingsdebatte: Wer sind wir eigentlich, dass wir uns erdreisten…?

Wer sind wir eigentlich, dass wir uns erdreisten, zu glauben, wir könnten die Flüchtlingswellen einfach so „kontrollieren“ ? Der Spiegel online schreibt von der Gefahr einer „Maskulinisierung“ der Gesellschaft, da so viele männliche Flüchtlinge kämen. Peinlicher Fehlschuss des Spiegel, die ZEIT wiederlegt sogleich die These (siehe Link unten).

Aber: was denken all die Leute, die meinen, die Flüchtlingswelle müsse gestoppt werden: wie soll man das machen ?

  • sollen man die Flüchtlinge weiter im Meer wie die Ratten ersaufen lassen ? Im Heutejournal wurde gestern von privaten Seerettungsinitiativen berichtet, die doppelt so viele Schiffbrüchige in halber Zeit aus dem Mittelmeer-Grab retteten, wie die Bundeswehr. Soll man wirklich glauben, die Bundeswehr könne nicht anders, wenn sie denn wollte…? (Arme Bundeswehr, wenn das so wäre…)
  • Soll man denn den Flüchtlingen sagen, geht zurück in den Krieg ? Dorthin, wo auch eure wirtschaftliche Situation aufgrund von Krieg zerstört wurde und ihr nicht wisst, ob ihr den nächsten Tag erleben werdet ?
  • Soll man ihnen sagen: obwohl ihr euer Leben riskiert auf dem Seeweg nach Europa, wenn ihr Euch in die Hände von Schleppern begebt, wollen euch hier die „besorgten Bürger“ nicht ?

Wir schaffen das. Diesem Satz muss man sich anschließen, wenn man Christ ist oder auch Humanist. Nur Menschenverachter sprechen anders. Fast jede deutsche Familie kennt aus ihrem Umfeld jemanden, der früher selbst einmal Flüchtling war. Natürlich wird die Sache nicht einfacher, wenn Putin in Syrien die Opposition bombardiert anstatt des IS (wie er behauptet):

http://blog.zeit.de/teilchen/2015/10/06/russland-usa-syrien-bomben/ 

Trotzdem: Wer sind wir, dass wir uns erdreisten, einfach nur besorgt zu sein ?

Wir müssen helfen. Wir schaffen das. Auch, wenn es vielleicht nicht leicht wird. Aber es gibt keine Alternative. (Welche wäre die denn ?)

Viele der syrischen Flüchtlinge in Deutschland werden ihre Angehörigen nachholen. Die CSU will den Nachzug einschränken. Das ist aber schon rechtlich kaum möglich.

Quelle: Flüchtlinge: Die Frauen und Kinder kommen | ZEIT ONLINE

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