wpid-wp-1430762379918.jpgMan braucht sich gar nicht in Überlegungen zu verstricken, ob Gott hie und da in der Evolution eingegriffen haben könnte: der Urknall ist Wunder genug. Aus nichts entstand plötzlich alles, Raum, Zeit, Energie, dann Materie. Und diese Materie hat auf wundersame Weise die unglaubliche Eigenschaft, sich selbst zu ordnen, zu organisieren und zu immer komplexeren biologischen Strukturen zu wachsen.

Wenn man ein wenig Gespür für Transzendentes hat oder offen ist dafür, dann stahlt hier Gottes Werk hell hervor. Es ist eine göttliche Schöpfung, die Materie hervorbringt, welche sich zu 100 Billionen Zellen in Jahrmilliarden so organisiert, dass z.B. Menschen herauskommen, die ihrerseits dann im Gehirn (so die neueste Hirnforschung!) auch ein religiöses Zentrum  evolutionär angelegt haben, um der Ahnung nach ihrem Schöpfer, Gott, nachspüren zu können.

Hier ein 5 minütiger Bericht über den Urknall:

2 Kommentare zu „Urknall und Evolutionstheorie

  1. Wenn man ein wenig Gespür für Transzendentes hat oder offen ist dafür, dann stahlt hier Gottes Werk hell hervor.

    Das ist die grosse Gefahr, in die sich fromme Menschen nur allzu gerne begeben, weil sie eben „ein Gespür für Transzendenzen haben“ (andere nennen das einfach Glauben), aber auf wissenschaftlichem Gebiet völlig blind und taub sind.
    Was wird passieren, wenn ein Mathematiker, Astronom oder Kosmologe vom Format eines Hawking, Einstein oder auch „nur“ eines Grigori Perelman hinter die Geheimnisse des Urknalls blickt und ihn völlig ohne transzendentales Wunderlametta mit blanken mathematischen Formeln erklärt, nachdem er diese mit Occam’s Razor von eben diesem Lametta frei geschnitten hat?

    Dann ist dieser ganze transzendente Wundergott, der es angeblich knallen liess, wieder nur ein Lückenbüssergott, bis sich jemand seiner erbarmt und ihn in die nächste freie Wissenslücke stellt, damit sein „Gespür für Trenszendentes“, sein Glauben, befriedigt ist.

    Nein, Wissenschaft hat mit Transzendenz nicht das geringste zu tun und jeder Gott, der etwas auf sich hält, wird sich von der Wissenschaft tunlichst fern halten; wenn er nämlich wissenschaftlich belegbar wäre, würde er im selben Moment seine Göttlichkeit verlieren.
    Also tun Sie Ihrem Gott bitte den Gefallen und vermischen Sie ihn nicht mit Wissenschaft. Er hat dort nichts verloren und wird Ihnen für diesen kleinen Liebesdienst ewig dankbar sein.

  2. Das ist die grosse Gefahr, in die sich fromme Menschen nur allzu gerne begeben, weil sie eben „ein Gespür für Transzendenzen haben“ (andere nennen das einfach Glauben), aber auf wissenschaftlichem Gebiet völlig blind und taub sind.
    Was wird passieren, wenn ein Mathematiker, Astronom oder Kosmologe vom Format eines Hawking, Einstein oder auch “nur” eines Grigori Perelman hinter die Geheimnisse des Urknalls blickt und ihn völlig ohne transzendentales Wunderlametta mit blanken mathematischen Formeln erklärt, nachdem er diese mit Occam’s Razor von eben diesem Lametta frei geschnitten hat?

    Ich sage auch nicht, dass Gott der Urknall ist, sondern dass er (m.E.) auf Gott hindeutet, ebenso wie die Wunder der Natur. Das tun die Psalmdichter im Alten Testament der Bibel auch.

    Dann ist dieser ganze transzendente Wundergott, der es angeblich knallen liess, wieder nur ein Lückenbüssergott, bis sich jemand seiner erbarmt und ihn in die nächste freie Wissenslücke stellt, damit sein “Gespür für Trenszendentes“, sein Glauben, befriedigt ist.

    Wenn man Gott derart festlegen würde, hätten Sie schon Recht. Aber das mache ich ja gar nicht.

    Nein, Wissenschaft hat mit Transzendenz nicht das geringste zu tun

    Der Glaube aber darf Wissenschaft und Theologie zusammen denken. Die Naturwissenschaften dürfen es nicht. Die Geisteswissenschaften (z.B. Philosophie, Theologie) schon.

    und jeder Gott, der etwas auf sich hält, wird sich von der Wissenschaft tunlichst fern halten; wenn er nämlich wissenschaftlich belegbar wäre, würde er im selben Moment seine Göttlichkeit verlieren.

    Gott lässt sich nicht beweisen, auch nicht mit dem sog. kosmologischen Gottesbeweis. Gott und der persönliche Glaube von Wissenschaftlern lassen sich jedoch durchaus vereinen, siehe Werner von Heisenberg, der meinte, wer ein wenig von der Wissenschaft trinke, werde zum Atheisten, auf dem Grund des Glases aber warte Gott. Oder Karl Friedrich von Weizsäcker, der soweit ging, die Materie in Frage zu stellen mit der philosophischen These, alles sei Geist.

    Also tun Sie Ihrem Gott bitte den Gefallen und vermischen Sie ihn nicht mit Wissenschaft. Er hat dort nichts verloren und wird Ihnen für diesen kleinen Liebesdienst ewig dankbar sein.

    Als Theologe darf ich interpetieren und von diesem Gott sprechen, der sich nach dem christlichen Glauben in Jesus gezeigt hat.
    Um mit der dialektischen Theologie Karl Barths auf Ihren Schlußsatz zu antworten:

    – Als Menschen können wir nicht von Gott sprechen
    – Als Menschen sollen wir aber von Gott sprechen.

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