Nachdenken über die Hölle

DSC_3366Josef Bordat. Zum Tode des katholischen Religionsphilosophen Eugen Biser

In der Nacht vom 24. auf den 25. März verstarb der bedeutende Theologe und Religionsphilosoph Eugen Biser in seinem 97. Lebensjahr. In einem Nachruf für die Badische Zeitung erinnert Gerhard Kiefer an das lange, bewegte Leben und das umfangreiche Werk des Gelehrten, der mehr als 150 Bücher und mehr als 1000 Aufsätze schrieb. Sein theologisches Programm lässt sich zu der Formel verdichten: Frohbotschaft statt Drohbotschaft. Dass es wirklich eine Lebensaufgabe sein kann, den Menschen die Angst vor Gott zu nehmen, ist heute kaum noch nachvollziehbar, heute, in einer Zeit der Selbstüberhebung des Menschen und der allgemeinen Respektlosigkeit dem gegenüber, was (anderen Menschen) heilig ist. Dennoch: Wer 1938 Theologie studierte und 1946 zum Priester geweiht wurde, kennt noch den pädagogischen Einsatz der Hölle, kennt noch den strafenden Gott, der in der Pastoral wie ein himmlischer Tyrann behandelt wird.

Klar ist unterdessen: Es muss die Hölle geben. Wenn es die absolute Gottesnähe gibt…>mehr.

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