Die Grenze der Unterwerfung: So weit darf Gehorsam gehen

DSC_2910Fabian Maysenhölder. Ob kirchlich oder weltlich, Luther verlangte Gehorsam gegenüber der legitimen Obrigkeit. Doch folgt daraus ein Kadavergehorsam? Wo sind die Grenzen zu ziehen – und wie sieht es heutzutage mit der Unterordnung unter eine Obrigkeit aus?

Stephan Dorgerloh, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, legt auf diese Fragen den Fokus seiner Ausführungen am 7.März 2014 in Bad Boll. Für Luther liege die Grenze des Gehorsams in der Frage nach der Sünde: Wenn Obrigkeit zur Sünde verführt, so komme Apg. 5,29 zum Zuge: “Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.” In Luthers Verständnis sei Obrigkeit zudem von Gott eingesetzt – und demzufolge zunächst einmal gut. Um den Hintergrund der Aussagen des Reformators zu verstehen, sei es allerdings unabdingbar, Luthers Sorge vor Anarchie und seine Bemühungen um Frieden um jeden Preis im Blick zu behalten:…>mehr.

Bild: MG