EKD: Die Kirche muss irgendwie toller werden

162321_web_R_K_by_Konstantin Gastmann_pixelio.deWetzlar (idea) – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will sich mit der fortschreitenden Säkularisierung und den abnehmenden Kirchenmitgliederzahlen nicht abfinden. „Wir sind herausgefordert, das geistliche Leben immer wieder neu zu beleben“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Berlin), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) vor der EKD-Synode, die vom 10. bis 13. November in Düsseldorf tagt.

Freilich stehe die negative Bevölkerungsentwicklung dem Ziel eines Wachsens „gegen den Trend“ entgegen, das 2006 in einem Impulspapier des Rates der EKD formuliert worden war. Die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder ist jährlich etwa um ein Prozent auf 23,6 Millionen gesunken. Der Gottesdienstbesuch an normalen „Zählsonntagen“ verharrt mit 3,7 Prozent der Mitglieder auf niedrigem Niveau. Außerdem übersteigt die jährliche Zahl der Austritte (141.500) die der Eintritte (53.300) um weit mehr als das Doppelte. Damit könne man nicht zufrieden sein, räumte Schneider ein. Erfreulich sei aber, dass die Beteiligung am Abendmahl zunehme. Auch gebe es durchaus wachsende Gemeinden, selbst in weithin säkularisierten Großstädten wie Berlin…>mehr.

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