Ende.Mai. – Ende Mai. – Sicht eines Schülers

Chris Hübener. Heute. Es ist Ende Mai. Seit Stunden regnet es. Still sitze ich an meinem großen Fenster. Lange Zeit…

 Es ist dieser langsamer und so träge, warme Landregen. Ein ertränkendes Grau am Himmel; das Licht macht das viele dunkle Grün melancholisch und so sehr schwer.

Und wie ich jetzt schreiben kann, weiß ich eigentlich nicht…

~*~

Vor dieser Zeit regnete es auch so. Ich kam nass in der Schule an, abgehetzt stieg ich vom Rad, fiel in den Unterricht, viel zu spät. Viel zu spät. Ich konnte Dich nicht erwarten, wie sonst. Unten, am Eingang: ein karger Betonsteinschulhof, ein dumpfgrau gestrichener Eisenzaun, der auf eine halbhohe Brüstung aus bemoostem Waschbeton montiert war.

Ich bemühte mich immer, früher da zu sein, als Du. Immer. …>mehr.

foto:Gabriela Camerotti,flickr.com

1 Comment

  1. was für ein bezaubernder Artikel – ob ausgedacht oder gelebt – berührend gleichermaßen. In seiner Zartheit von großartiger Wucht

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