Zum Sterben in die Schweiz

Eine aus meiner Sicht zutiefst beunruhigende Sendung hörte ich kürzlich in Dkultur im Radio. Eine 86 Jährige, schwer krank, aber noch ohne Schmerzen, will in die Schweiz, um sich dort töten zu lassen. 

Sie würde es vielleicht nicht tun, wenn ihre Familie noch für sie da wäre, so sagt sie. Ist sie aber leider nicht.

Und noch etwas treibt sie an: die Angst vor Schmerzen.

Aber reicht das, um sich aus dem Leben zu verabschieden ? Nein, meine ich. Wir haben das Leben nicht gegeben, wir dürfen es auch nicht nehmen, auch nicht uns selber, prinzipiell. Sollte ein Schwerkranker vielleicht schwere Schmerzen leiden, sähe die Sache womöglich noch anders aus. Aber im Vorfeld sich einen Termin zum Sterben wählen, nur, weil man Angst hat, man könnte Schmerzen haben, ist ein ganz trauriges Kapitulieren vor der Angst. Aus christlicher Sicht, denke ich, sollte immer die Hoffnung die Angst überwiegen. Sehr erschütternd.

Hier zum Beitrag, man kann ihn sich auch anhören dort: >mehr.

Lesen Sie auch:
> „Aktionskunst“: Sterben im Museum – Gregor Schneider

foto:Feggy Art,flickr.com

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