Toten vergeben?

Gestorben und vergessen?

„Mit dem Tod ist alles aus. Über Tote soll man nicht schlecht reden.“ So lauten oft die ersten Worte, wenn über einen Verstorbenen geredet wird.

Über kurz über lang kommt in den meisten aber auch ein trotziges „ABER“ hervor: „Aber da waren auch schlechte Dinge in seinem Leben, die mich sehr verletzt haben.“

Es kommt wieder

Dieses „Aber“ kann einen nachts in Träumen jagen oder es kommt in Gesprächen hoch. Wir stellen fest, dass wir noch ärgerlich auf den Verstorbenen sind. Manche fangen dann an, mit dem Verstorbenen zu diskutieren. In ihrer Vorstellung sprechen sie mit dem Toten als einem Stern im Himmel, mit der Seele des Verstorbenen als Vogel oder mit den Blumen auf dem Grab.

Der Tote ist in uns

Natürlich kann dies erstmals eine tröstliche Vorstellung sein. Doch mit größter Wahrscheinlichkeit ist der Stern einfach ein Stern und der Vogel ein ganz normaler Vogel. Wir müssen zugeben: Der Tote ist in uns. Er ist Teil unserer Seele geworden. Vielleicht ist jetzt seine Herrschaft über unser Gefühlsleben viel grausamer als noch zu Lebzeiten. Der verstorbene Ehemann, Vater, Freund oder die Mutter. Sie treiben uns nun innerlich mit ihren hämischen Kommentaren an: Sei nicht immer so faul, das wirst du nie schaffen. Was bist du doch für ein unliebenswürdiger Mensch.“

Nur durch Vergebung ist loslassen möglich

Anstatt mit den Toten zu „kommunizieren“, sollten wir bewußt Vergebung vor Gott aussprechen. Vergebung sagt: „Es war abgrundböse, aber ich rechne die Sünde nicht mehr an.“ In einem zweiten Schritt sollten wir uns selbst auch gnädig sein und uns selbst vergeben. Wenn wir dies konsequent tun, werden die Albträume seltener und die Gefühlsausbrüche in Gesprächen weniger heftiger werden.

Günther, Cafe Inmeinerstrasse.de

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Bild: Taschaklick, © pixelio.de

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