Mose ist tot!

ewigkeitJa, Mose ist gestorben. In meiner Bibellese gerade heute morgen. Dabei ist er schon über 3000 Jahre tot. Denn er lebte cirka 1300 vor Christus.

Ich finde den Menschen Mose faszinierend. Von seiner Geburt bis zum Tod mit 120 Jahren – es war immer was los! Und ging auch oft nicht natürlich zu. Da war seine aussergewöhnliche Geburt und seine tapferen Eltern. Da war seine exzellente Erziehung und Bildung. Da war sein Gerechtigkeitssinn und sein Jähzorn. Da war seine Flucht ins Asyl, weit weg und der Job eines Hirten. Da brannte der Dornbusch und es folgte sein Deal mit Gott, aber auch ein grosser Lebensauftrag. Allerdings war er da schon 80 Jahre alt…

Und dann folgte Wunder auf Wunder – der Allmächtige hielt seine Versprechen und befreite das Volk Israel. Dieses ging wiederholt in Opposition mit seinem Führer Mose, aber der himmlische Meister half ihm auch da hindurch. Moses Biographie liest sich wirklich spannend. Dabei war er nicht immer der Superstar, hatte auch Schwachpunkte und Zweifel. Ein Mensch eben. Aber durch Gottes Berufung auch ein besonderer.

Und dann ist er gestorben. Eben heute Morgen. Sein Tod war genauso aussergewöhnlich wie sein Leben. Er durfte noch mal das verheissene Land sehen (hinein durfte er allerdings nicht) und wurde dann von JAHWE selbst begraben. Wer kann das ausser ihm noch von sich behaupten?

5. Mose 34:
5 So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN.
6 Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.
7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden und seine Kraft war nicht verfallen… 
 10 … Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, 
11 mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR ihn gesandt hatte, dass er sie täte in Ägyptenland am Pharao und an allen seinen Großen und an seinem ganzen Lande,
12 und mit all der mächtigen Kraft und den großen Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel.

Mose war auch körperlich etwas Aussergewöhnliches. Wenn von den Israeliten nach der Wüstenwanderung geschrieben steht, dass ihr Schuhwerk die ganze Zeit durchhielt und auch ihre Kleider nicht zerfielen, dann betraf das ja ihren Führer ebenfalls. Aber Moses Physis unterlag trotz der vielen Lebensjahre auch nicht dem Verfall. Wenn das kein Wunder ist! Kein Besuch bei Filmann, keine Brillenprobleme – die Sehkraft war 100%ig vorhanden. Und ebenfalls die körperliche Kraft.

So wünscht man sich, alt zu werden… Aber worin mag das Geheimnis solcher Kraft und Sehstärke liegen? Eine Antwort kann sein, dass Gott ihm das einfach so Tag für Tag geschenkt hat. Schliesslich brauchte der Anführer eines Millionenvolkes – und das noch bei Langzeitreisen durch Wüstengebiete – genügend Power für die vielfältigen Herausforderungen des Alltags.

Aber es kann auch ein anderes Geheimnis dahinterstecken. Mose hatte viele Begegnungen mit seinem Gott. Besonders, nachdem es die Stiftshütte gab, in der er seine bilateralen Besprechungen von „Angesicht zu Angesicht“ mit dem Herrn des Himmels führte. Und jedesmal wird berichtet, dass vor dem Treffen Gott in einer Wolkensäule zum Treffen kam, sich sozusagen manifestierte, sichtbar (und greifbar?) wurde. Es heisst oft: Die Herrlichkeit des Herrn erschien. In solchen Zeiten des Miteinanders scheint die Zeit für Mose stillgestanden zu sein. Und der Alterungsprozess ausser Kraft gesetzt zu werden. Und die strahlende Majestät Gottes beeinflusst die Biologie des menschlichen Körpers.

Wie auch immer, Moses Tod war genauso aussergewöhnlich wie sein Leben.

P.S.
Wenn ich mich momentan danach sehne, auch mal wieder den Dornbusch brennen zu sehen (es kann auch ein Sprossen eines Wanderstabes (wie bei Aaron) oder tägliches Manna sein:-)), dann denke ich aber auch an die andere Seite der Medaille: die schier zu grosse Verantwortung für Mose, der Widerstand und die ständigen Rebellion der Menschen, für die er sich einsetzte und das Sich-Allein-Fühlen in zahllosen Entscheidungssituationen. Und da weiss ich nicht genau, ob ich wirklich zu solcher Kompromisslosigkeit bereit bin…

[Originalpost]

Foto: A. Meissner

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