Wann brennt der Dornbusch wieder?

DornbuschIrgendwie ist es für mich immer wieder mal ein Konflikt. Wir reden als Christen davon, dass Jesus unser Führer ist, der uns leiten will. Und sicher wollen wir uns auch oft von ihm die zu gehenden Wege zeigen lassen.

Im Alltag ist das aber gar nicht so einfach. Okay – es ist unser Wunsch, dass ER uns zeigt, wo es langgeht (langgehen soll). Aber welche Anzeichen definiere ich als Gottes Antwort, als deutliches Signal seines Willens, seines Beistandes dieser meiner Entscheidungen?

Bibelverse zum Thema gibt es genug. Einen davon liebe ich inzwischen so richtig:

„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“ (Psalm 32,8)

Das bedeutet für mich – ich brauche ihm nur in die Augen schauen, dann verstehe ich schon sein zustimmendes Blinzeln oder auch das warnende Aufblitzen. Oder einen gütigen Blick, mich ermutigend, zu warten und noch ein Weilchen auszuharren.

Aber leider erlebe ich diesen leitenden Blick kaum. Obwohl ich bete und oft voller Erwartung bin. Warum klappt das im Alltag nicht? Und gerade zur Zeit bräuchte ich sowas von Führung! Aber ich sehe seine Augen nicht.

Nein, ich will nicht wie ein Pferd oder Esel ohne Verstand den eigenen Willen durchsetzen, wie es in dem Psalm weiter heisst:

„Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiss anlegen muss; sie werden sonst nicht zu dir kommen.“

Wer will das schon, tierisch und animalisch den eigen Kopf durchsetzen.

Also achte ich fein säuberlich auf alle Anzeichen, die ein Reden Gottes sein könnten:

  • Welcher Vers beim Bibellesen gilt für mich, für meinen „Entscheidungsfall“?
  • Ist es die Losung von gestern oder heute, die mir den Anstoss zum Handeln geben soll?
  • Kommt die Hilfe von extern, anderen Menschen, aus dem Radio oder so?
  • Wirkt Gott in meinem Gedankenwirrwarr und ordnet es in eine Richtung?
  • Muss ich nur warten, bis der momentane Nebel sich lichtet und das Ziel wieder deutlich vor mir steht?
  • Kann ich einfach loslaufen und darauf vertrauen, dass ER dann schon ein Stoppschild aufrichtet?

Natürlich habe ich es schon oft erlebt, dass Gott zu mir geredet hat. Aber oft habe ich es erst hinterher als solches verstanden und den roten Faden gesehen. Aber diesmal würde ich schon diese Hilfestellung in Anspruch nehmen wollen, wenn Er sie mir denn deutlich gäbe.

Ich wünschte, der Dornbusch würde endlich mal wieder brennen!

[Originalpost]

Foto/Grafik: A. Meissner

3 Thoughts

  1. Ja, das wünschte ich mir auch – ein Gott, der mir mal richig klar sagt, wos langgeht 🙂 … Und oft sind es gerade die schwierigen Situationen …
    Aber den Bibelvers finde ich auch wunderschön 😀
    So sehe ich das auch.

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  2. „Ich wünschte, der Dornbusch würde endlich mal wieder brennen!“ – Vielleicht muß dieser flammende Wunsch allererst erlöschen, um den brennenden Dornbusch wieder zu sehen, lieber Andy.

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