Rudolf Bultmann: Abgehobene Theologie

am

glauben kwerfeldeinRudolf Bultmann meinte, christlich glauben zu können, obwohl, wie er behauptete, von Jesus fast alles erdichtet sei. Er prägte damit eine ganze Theologengeneration, weit über Deutschland hinaus. Der 125. Geburtstag des protestantischen Theologen (1884-1976) heute kann zum Anlass genommen werden, über die verheerenden Folgen seines Wirkens für Theologie und Kirche nachzudenken. > mehr.

foto: kwerfeldein,flickr.com

71 Kommentare Gib deinen ab

  1. Peter sagt:

    Ziemlich interessante Diskussion hier. Auf den ersten Blick kann ich den Ausführungen Benjamins am ehesten zustimmen. (Und mit Satan haben Bultmanns Thesen nun wirklich nichts am Hut). Es gibt ihn nun mal, den Unterschied zwischem dem „historischen“ und dem „biblischen“ Jesus. Der lässt sich auch nicht mehr aus der Welt schaffen. Will sagen: er zeigt das wirkliche Problem auf, mit dem christliche Kirchen – sollten sie denn liberal eingestellt sein – zu tun haben. Obwohl ich nun alles andere als ein Atheist bin (nein, ein Agnostiker bin ich auch nicht), liegt es für mich auf der Hand, dass die Bibel voller metaphorischer Darstellungen ist. Der Punkt ist, dass dies in keiner Art und Weise die Wirkung der alten Schriften mindern muss, Nur, weil es sich um Bilder handelt, muss das ja nicht heissen, dass sie inhaltsleer wären. Im Gegenteil: sie zeugen von der Weisheit ihrer Autoren und beschreiben – hm, sagen wir – Inhalte und Sichtweisen, die bis heute unverändert ihre Gültigkeit haben. Kurz: solange es Menschen gibt, sind sie von unbezahlbarem Wert.
    Würde mir nicht jeder Christ zustimmen, dass ein Mensch „zu sich kommt“, wenn er zu Jesus gefunden hat? Ich denke, so etwas ähnliches hat Bultmann gemeint (siehe oben verlinkter Artikel). Das heisst natürlich nicht, dass wir „Gott“ sind, wenn wir das schaffen und ich bezweifle, dass Bultmann es so gemeint hat.

  2. Mailin sagt:

    Jesus ist Jesus. Oder nicht?
    Und: Lies mal die Apostelgeschichte- die Menschen unmittelbar nach Jesu Tod durch und vergleiche sie mit heutigen Christen. Ich glaube nicht, dass das alles ausgedacht ist. Das ist es eben: Heute ist man ein Christ, und kommt damit zu sich- früher hat man sich voll und ganz in den Dienst Jesu gestellt- sich „selbst verloren“ und ihn gewonnen und ist dafür sogar gestorben.
    Die Frage ist nicht: Bin ich gläubig? – Sondern: An WAS glaube ich?
    Reicht mir das: Ein Wohlfühlglaube?
    Ich für mich muss sagen: Da habe ich größeren Respekt vor Atheisten, die das wirklich durchziehen.
    PS: Seltsamerweise werde ich auch von den Menschen, die mich kennen, als liberal bezeichnet. Keine Ahnung, warum.

  3. Ich wundere mich immer wieder, wie wir zwischen einem historischen und einem biblischen Jesus unterscheiden wollen, wenn wir doch genau wissen, dass es über einen historischen Jesus – den wir als charismatischen Gutmensch glauben, tief im Herzen tragen – nichts zu sagen gibt, es der Antike eindeutig um den Logos ging, darüber diskutiert wurde.

    Gleichwohl wir wissen, dass es nicht nur Johannes, sondern allen Verfassern – auch der außerkanonischen Texte, Frühkirche… – um die schöpferische Vernunft als Gottessohn (irdischen Schöpfungsmittler/vermittler schöpferischen Willens) bzw. dessen menschliche Gestalt als Christus (somit mit echt messiansicher Wirkung) geht, stellen wir einen Menschen an den Anfang.

    Der wird dann bei Bultmanns Entmythologisierung zum reinen menschlichen Geistwesen, das neben einem jungen Guru bzw. Gutmenschen stehen bleibt, was nach Berger als geheimnisvoller Mythos bewahrt werden soll.

    Weder die Entmythologisierung Bultmanns, noch ein neowörtliches oder mythologisches Verständnis, wie es Prof. Klaus Berger (siehe die Briefe an ihn unter http://www.theologie-der-vernunft.de) verlangt, können m. E. der „schöpferischen Weisheit“ letzter Schluss sein.

    Wenn ich über eine neue „Wörtlichkeit“ nachdenke, dann will ich auch junge oder angehende Theologen anregen, nach dem griechischen Logos allen natürlichen Werdens zu fragen, der in der Antike als Wort verstanden wurde. Und der nach wie vor lebendig ist:

    Letztlich geht es dann konsequenterweise um die Logik, Vernunft, nach der die heutige Wissenschaft die Welt erklärt, die Evolutionsbiologen einen extern vorgegebenen Sinn allen Seins nachzeichnen. (Auch wenn dieser dort noch rein hedonistisch bleibt., weil das Wissen der Welt nicht als Wort Gottes verstanden wird, das in schöpferiche VerantWORTung nimmt. Die Theologie einen jungen Guru in Händen hält, der entweder mythologisiert oder völlig vergeistert wird.)

    Doch wenn der biblische und historische Jesus nachweislich das Ende der Gesetzlicheit sein wollte, können wir dann ein Gesetzbuch hochhalten und sagen, dass der Glaube an die gesetzte Gottessohnsgestalt „christlich“ wäre?

    Müssen wir nicht vielmehr fragen, welches Wesen hinter dem Mythos steht, eine echte Gaubenswende bewirkte, die für Heiden und Gesetzesgläubige maßgebend war? Welches Wesen auch heute die verschiedenen Weltbilder von Glauben und Wissen mit realer Schöpfung bzw. schöpferichem Willen ver-söhnen könnte?

    Gerhard Mentzel

  4. Mailin sagt:

    Woher nimmst Du das: Dass Jesus das Ende der Gesetzlichkeit sein wollte? Weißt Du, ich lese gerade das Matthäusevangelium, da fallen mir jetzt spontan einige Phrasen ein, die deiner These widersprechen- am meisten wohl die, dass er nicht ein Jota am Gesetz verändern wollte. Er hat das Gesetz zusammengefasst, aber nicht aufgelöst.
    Das, was Du über den Logos, das Wort schreibst, finde ich sehr interessant, ich verstehe es nur wirklich leider kaum. Da bin ich vielleicht zu ungebildet.
    Aber das ist es, was ich die ganze Zeit versuche, klar zu machen: Dass die Trennung zwischen Glaube und Wissenschaft keine Früchte trägt. Das ist Unsinn, etwas zu wissen, das dem Glauben widerspricht.
    Und eben: Üer den historischen Christus wissen wir quasi nichts- außer, dass es mal einen Menschen gab, der Jesus hieß und gekreuzigt wurde. Und nun: Mit dieser Grundlage Theologie studieren? Wissenschaft betreiben? Unsinn.
    Naja, weißt Du, wenn ich die Bibel mal wirklich wörtlich nähme, dann wäre Christus mehr: Der das All zusammenhält, Alpha und Omega, Mittler zwischen Gott und Mensch, auch der Logos etc.pp.

  5. Peter sagt:

    @Mailin
    Es behauptet ja auch keiner, dass alles ausgedacht ist. Mir gehts da aehnlich wie Benjamin – der historische Jesus, also der, den man wissenschaftlich nachweisen kann, ist fuer mich zweitrangig. Da koennen die Historiker und Archaeologen so viele Theorien entwickeln wie sie lustig sind, sogar die, dass Jesus gar nicht gelebt haben koennte (was ich uebrigens NICHT glaube).
    Deiner Auslegung nach mag ich deshalb im strengen, traditionellen christlichen Sinne nicht glaeubig sein. Ich hoffe aber, dieses fuer Dich und andere Christen wichtige Detail sei einem Dialog nicht hinderlich.
    Lustig finde ich uebrigens, dass Du meiner Position, wie Du sagst, weniger Respekt (in Anfuehrungszeichen) entgegenbringst, als denjenigen, die jegliche Form religioeser Einstellung vehement ablehnen und, je nachdem, sogar bekaempfen. Und das mit dem Wohlfuelglauben habe ich leider nicht kapiert. Es gibt Atheisten oder Agnostiker, die den Christen uebrigens genau das vorwerfen, aber lassen wir das …
    Apropos, ich messe Leute nicht an diesem oder jenem Glauben (der Atheismus ist nun ja auch einer …). Menschen sind halt verschieden. Unter meinen Freunden und Bekannten finden sich alle moeglichen -isten.

  6. anabella sagt:

    Weiter so , Mailin…

    Ich bin bei dir!
    heino

    Ich selbst glaube, daß sich 98 % der Unglaublichkeiten der Bibel aufklären liessen, wenn man erstmal, als Grundvorraussetzung, finanzinteressenlos an diese Dinge herangehen würde..
    ein falsches, gewinnträchtiges gottesbild zieht dann leider im detail ja auch so extrem viele weitere Gott-Mißverständnisse nach sich, daß schnell aus der Bibel ein Märchenbuch wird, äh: werden muss..
    Zudem ist die Bibel leider kein didaktisch durchgestyltes Lehrbuch im üblichen Sinne..
    Dafür ist Gott viel zu genial & dazu muss die Bibel auch viel zuvielen göttlichen Zwecken dienen..

    Man erforsche erstmal diese Zwecke, dann stellt sich auch gleich ein wenig mehr Fairständnis für dies Buch ein ..

    Bultmann kann man verrgessen, eine Diskussion über ihn lohnt doch garnicht..
    Wer sich selbst ins knie shioessen will, beschäftigt sich mit sowas…

    Gutes theol. Studium…übrigens …
    wünscht Erklärbär didi , der unter den altn nutznamen inzw. weitesgehnend gesperrt wird (Habs wohl zuuu schlimm getrieben, mea Culpa?)

    und schon weg..
    heino

  7. vater abraham sagt:

    Weiter so , Mailin…

    Ich bin bei dir!
    heino

    Ich selbst glaube, daß sich 98 % der Unglaublichkeiten der Bibel aufklären liessen, wenn man erstmal, als Grundvorraussetzung, finanzinteressenlos an diese Dinge herangehen würde..
    ein falsches, gewinnträchtiges gottesbild zieht dann leider im detail ja auch so extrem viele weitere Gott-Mißverständnisse nach sich, daß schnell aus der Bibel ein Märchenbuch wird, äh: werden muss..
    Zudem ist die Bibel leider kein didaktisch durchgestyltes Lehrbuch im üblichen Sinne..
    Dafür ist Gott viel zu genial & dazu muss die Bibel auch viel zuvielen göttlichen Zwecken dienen..

    Man erforsche erstmal diese Zwecke, dann stellt sich auch gleich ein wenig mehr Fairständnis für dies Buch ein ..

    Bultmann kann man verrgessen, eine Diskussion über ihn lohnt doch garnicht..
    Wer sich selbst ins knie shiessen will, beschäftigt sich mit sowas…

    Gutes theol. Studium…übrigens …
    wünscht Erklärbär didi , der unter den altn nutznamen inzw. weitesgehnend gesperrt wird (Habs wohl zuuu schlimm getrieben, mea Culpa?)

    und schon weg..
    heino

  8. vater abraham sagt:

    Die baumförmige (Organisations-)Struktur der gängigen
    Kirchen & Glaubensgemeinschaften erzeugt immer eine ungute bis gefährliche Mittlerfunktion des Klerus zw. Gott & Mensch …

    GOTT hasst das wahrscheinlich …..

    ……
    Das Gottesverständnis muss daran angepasst werden….

    Falls es dadurch aber falsch wird (?!?!?!) kann wiederrum die Bibel, Gottes Wort, nicht mehr korrekt & vollständig verstanden & vor allem akzeptiert werden..
    Im Licht eines falschen Gottesverständnisses wär das ja kein Wunder….
    Ggf.:
    ein Rattenschwanz von Problemen o h n e Ende..
    Ggf,
    also , falls das Gottesbild falsch wird, wenn man die baumförmige Organisationsstruktur rechtfertigen will &/o aus finanziellen Gründen muss;-)

    abgaben, Zehnten, spenden nur bei geistig-geistlicher Abhängigkeit, Abhängigkeit von den sog. Sakramenten?!
    Maybe…

    Die Akzeptanz der Bibel wird also wahrscheinlich umso beser & vollständiger, wie man:
    a) keine Vorgaben mehrr machen muss
    b) rein logisch an die Sache rangeht
    c) den unproblematischen, alle Freiheiten zurückgewinnenden 1:1 Direktkontakt zu Jesus wieder kultiviert, wie in einer guten Ehe …
    Dann erst wird die , s. o. unzureichende didaktische Qualität der Bibel auch gleich mit abgefedert 😉

    Person vor DOGMA!!! Eine Person kann Mißverständnisse korrigieren, ein Dogma kann das ja n i c h t !!!

    ein Dogma ist (bestenfalls) eine intellektuelle Leistung, eine Person wäre z.B. u.a. ein intellektueller Dienstleister!!!
    meist ja mehr, wer oder was zum Kuscheln ….
    schon ein Unterschied..

    bin schon weg

    heino
    Noch Fragen?
    hesekiel2@gmx.de

  9. vater abraham sagt:

    Gott ist tot?????

    Wessen???
    sehens- & lesenswert wäre da erstmal:
    1) Die 3-DVD-Trilogie von Gerhard Padderatz (bei Merkis Medien bestellbar):
    Agenda13,13,, besonders die DVD 1):
    die 2 Gottesbilder
    & sein ähnliches Buch:
    „Gott, allmächtig, ohnmächtig, gerecht?“ im Adventverlag Lüneburg erschiennen,,
    Er arbeitet (erstmals) sauber heraus, dß es mindestens 2 extrem verschiedene Gottesbilder unter Christen gibt.

    D a n a c h sieht man auch die Bibel schon mit etwas anderen Augen!

    Try it , You`ll like it!!!

    heino

    P.s.: Bultmann war als Kleriker der Lutheranner tendentiell leider vermutlich…(((wer bin ich, daß ich ins Herz gucken könnte…)))))
    ….
    (Amtskirche!!!) eher dem Dobson-Gottesbild***** verpflichtet , hätte sonst vermutlich extrem Ärger gekriegt…

    Man beurteile ihn milde, sollte er sich arbeitslos machen & seine Kinder dem Hunger aussetzen?

    ***weitsichtig geplant, versteht sich .
    Darf ich ein wenig erklären:
    Dobson ist ja Theokratiker …
    Das wäre im Grunde erstmal extrem inkompatibel zu nur sinngemässer Bibelauslegung, die Theokraten brauchen meist die brutal wörtliche, physische! Sichtweise.

    Nun ist es aber so, wenn man langfristig plant, daß man im Kirchenvolk, beim Fussvolk also, , will man etwas Bestimmtes, extremes durchsetzen, sowas wie die dobson-doktrin z. B. , mit Todesstrafe auf
    1) homo6ualität
    2) Ehebruch
    3) Lehrirrtümer = Ketzerei
    , dann empfiehlt sich folgendes:
    Bis zum Überdruss & bis zur Leerung fast aller Kirchenbänke liberalisieren, entmythologisieren, entspiritualisieren, was das Zeug hält.!!!!

    Dann kann irgendwann, der spirituelle Hunger der Kirchgänger wird immer grösser, schlieslich monströs, der wildeste Faschismus, solange am ihm noch den Anstrich des biblisch-Gotttreu-spirituellen geben kann, ins Volk gedrückt werden!!!
    Genau das aber sieht die Roadmap der Bankster-chasaren ja vor ….
    die N.W. O-kirche ….

    So eingeweicht & vorgewaschen:
    Freiwillig geben die „Schäfchen“alle ihre bürgerl. Rechte & Freiheiten ab !!!

    Wetten!!!

    So wirds gemacht !!!

    heino

  10. Mailin sagt:

    Also, ich denke, ich breche jetzt mal diese Diskussion hier ab und nein, @benjamin und Peter, ich finde eure Sicht keineswegs weniger wert oder so. Das war vielleicht schlecht ausgedrückt. Ich habe nur gemerkt, dass sie MIR nicht reichen würde. Nur das érscheint mir eben als arg seltsam: Wie man einen Unterschied zwischen „glauben“ und „wissen“ machen kann, als allein der: Das, was von Jesus wirklich sicher gesagt werden kann, passt auf eine Karteikarte. Damit wäre das abgehakt. Alles andere ist „Glaube“, auch das, was Bultmann sagt. Und ich kann doch nicht in der Theologie ihm „glauben“ und privat der Bibel, oder? Aber wie gesagt- ich entziehe mich keiner Konversation, wenn sie denn wirklich erwünscht ist, aber wir kommen hier nicht arg weiter, denke ich. Und vermutlich werde ICH noch genug solcher Diskussionen haben.
    Vielleicht habe ich auch etwas, was ich privat kenne, auf euch gemünzt. Dass Menschen in die Kirche gehen, aber unter der Woche der Wissenschaft glauben- die ja kaum verlässlich ist. Dann bitte ich um Entschuldigung. Vor solchen Menschen habe ich dann relativ wenig Respekt.
    Weil man nicht zwei Herren dienen kann.

  11. amazone007 sagt:

    hmm, ja, Mailin…
    Gut, seh ich auch so..
    Wissenschaft ist so eine Sache für sich…

    Wissenschaft ist eine Leidenschaft , die wissen schafft, falls man vorher auch schon alles wusste ?
    Sobald ein Formelapparat zur quantitativen Bearbeitung von Phänomenen zur Verfügung steht , glaubt man, alles im Griff zu haben…
    Eher isses doch so: MAn hat e i n e Hürde, einen Berg überwunden, genomen, aber 100 erte weitere sind am horizont plötzlich zu sehen…
    EIgentlich kommt amn als wissenschaftler zu gott 6 nicht weiter weg….
    JA. eigentlich wird man durch wissen gläubig & bescheiden…
    Weil an zunehmend ahnt, ws man alles nicht weiss & so 😉

    Ich fordere deshalb v o r der theol. Ausbildung die Absolvierung eines naturwissenschaftl. Studiums…
    Hmm, wär das was?

    Weiter:
    man weiss nicht wirklich, woran man ist .
    ERST müsste man eh schon alles wissen, dann könnte man wiederum die Details seines Wissens testen auf Seriosität ..
    so, wie`s im Moment läuft, gehts doch nur um PAssgenauigkeit in Kriterienkataloge, aber nicht um Wahrheit

    Anscheinend, falls richtig beobachtet:
    Uns beiden ist das manchmal ein wenig zu , genau.
    wenig ..

    Und die Bibel & Gott?

    Naja, d as Thema ist ja nun wirklich schwierig…

    Grundsätzlich, seit 2005 ungefähr:
    Meine diskussions-„kultur“ hat sich grundlegend verändert, voila`:
    @ MAilin:
    Ich hol lieber extrem weit aus, damit meine Aussagen
    a) nicht mehr von so ganz vielen zusätzlichen z.Zt. unüberschaubaren Bedingungen auch noch abhängen! HAt was..
    b) möglichst allgemeingültig werden
    c) möglichst viel Geschluder, wo zu finden , entlarven können.

    Insgesamt brauch ich dazu:
    1) den persönl. Gott , doppelt:
    a)persönlich f ür mich da &
    b) Daß er selbst eine Person ist , die auch Bedürfnisse & Wünsche (an mich?) hat .

    Alles andere wäre mir:
    a) zu abstrakt & zu wenig nützlich ..
    b) zu unheimlich & zu fremd
    MAn bedenke immer:
    Ich entscheide, ob mir was zu (be-)fremd(-lich) ist!!!
    Religion & Christsein & so werden alsobald ja freiwillig, wenn man den Höllen- & Fegefeuerglauben erstmal abgelegt hat .

    Ähnlich wie beim Glauben an den Weihnachtsmann???

    hmmm, ja, in e i n e m Punkt:
    Weiss man erstmal, daß einen die eigenen Eltern & Grosseltern beschenken, isses leichter:
    a) denen was zurück zu schenken..
    b)sich selbst weas zu schenken..
    Alles wird klarer, logischer, machbarer ..
    so auch bei GOTt & der Bibel:

    ist Gott erstmal einePperson, isses klar, daß ihn ein Buch nur unvolkomen darstellen kann!!!
    …und daß ich unverstandenes pers. nachfragen kann & darf!
    Und , daß manches kompliziert sein kann 6 auch sein wird…
    HAt man je eine Person erlebt, der alles unkompliziert geleingt, 6 die nur gaaaanz klare Sachen macht?????
    So geht man da ran, gell?!

    Gibt es irgendwo ein Buch, daß eine Person völlig erklärt & anlysiert???
    und: Schriebe man über eine person 6 deren lebensgeschichte ein ausführliches, ehrliches buch, wie wahrscheinlich wäre es, daß alle details darin –für sich genommen—sehr normal 6 wahrscheinlich ausgefallen wären ???? –Aha, jedem passierenm die abstrusesten dinge im Alltag, nur gottes Bibel soll nur höchst wahrscheinliche Banalitäten enthalten???

    (Das ist) absurd & im höhsten masse unwahrscheinlich, 6000 JAhre nur

    –>< "The same Precedure as every Year, Miss Sofie"???
    ich rase?
    bin schon wech…
    dudeldei
    Gott mit den Alnalysten, die, die aber auch weitere Zugänge nutzen als nur die Bibel allein ?!
    oder?

    g.l.g. vo m Erklärbär didii

  12. amazone007 sagt:

    @de benny@
    Thema 100% verfehlt, Perfekt!!!

    bruder, du kannst garnicht lesen!!!
    wie bist du denn, allein schonmal kognitiv drauf!!!
    Miserabel, gell!!!

    ich hab genau erklärt, warum wa Bockmist ist !!
    Natürlich nur, weil..

    Wer das nicht liest, geht irre
    willst du das??? –Ja, du willst scheisse schreiben uns hier& dir hier nur die zeit stehlen..
    OIch hassde das 6 werde zu recht deutlich.
    nettiquette ist futsch, was nun???
    ich bereue nichts, klar. Aber schade isses schon…
    Hmmm, wer mich so reizt..
    ist reizend, gell?!

    Ja: einm reizender Christ, der seine Versatnd am Kreuz??? eingebüsst hat..
    Exakt du kreuzigst Jesus christus immer wieder, inmdem allein schonmal du ihn vor allen leuteen extremst blamierst..
    Wer, de dich kennt, mag noch christ werdenb???
    Hast du dich das noch nie gefragt???

    Ich hasse das wiederhol mich da gern

    Mann, mann, mann, wo bin ich da bloss hingeraten???

    es ist doch so: Hat erstmal eine Fadchoclique vollzugrif auf alle historischen Dokumente, braucht Niemand mehr hanschriftenvergeliche zu machen, sinnlos & Zeoitverschewndung.
    man muss jetzt nur noch forschen, wenn jemand das so beghauptet, ob der behauopter recht hat, nicht mehr, wie die ergebnisse der hnadschriftenprüfungen im inzelne ausfoeln..
    So einfach ist Denken, wisenschaftl. Arbeiten & Chrsitsein-…

    Ab dafür, ich verschwnd meine Zeit
    ohne Gruss!!!
    d.l.

  13. amazone007 sagt:

    genau,
    N.W.O-WWWeltverschwörungstheorie:
    @ Alle,
    die neue Weltordnung kommt natürlich n u r theoretisch..

    Vergass ich, zu schreiben, sorry…

    Jeder hier erlebt täglich die abenteuerlichsten Veränderungen in seinem Umfeld, z. b. , daß etablierte Christen wie J.C.Dobson plötzlich die Todesstrafe für Ketzerei fordern & für Ehebruch & Homo6ualität, ganze Armeen unterwandern & politische PArteien,
    Evangelikale Klöster bauen, Kranke durch Bauchtritte geheilt werden (Todd Bentley,) Propheten & TV-Prediger tätowiert sind & Engel anbeten..statt GOTT, Leute umwerfen en masse, die sich dann am Boden winden & 3 Stunden lachen müssen…Glossolalie &Co,
    >>> DAs Mittelalter kehrt zur Gänze zurück, Harry Potter überholt in der Auflage die Bibel…
    ….
    aber die biblische Veränderungslehre, Heilslehre, Erlösungsplan Gottes, das Evangelium!!! , der/die/das all das beschreibt, besonders in Daniel &Offenbarung ist eine Verschwörungstheorie….
    weil >benjamin ein abgeklärter detailverliebter jagender Klerus-Fachmann ist, so von Hühnern angebetet & umschwirrt wird, & diese Privilegien ihm wichtiger sind als das Reich Gottes, somit (die Privilegien) perpetuiert werden müssen..

    Er erstarrt zum christl Statiker …
    Er ist & bleibt „Christ“, obwohl Gott längst keiner mehr ist 😉
    ..ja auch der „Gott“ Dobsons….
    ….der wird zum Killer …en detail…
    Hier mal ein Homo, dort ein Swinger, da ein Lehrer & Prophet, Abtreibungsarzt, webseitenbetreiber auch genehm…
    Killing Jokes???
    ….
    In ca. 3 2/3 Jahren wird Gott, so meine momentane, unheilige Schätzung, auch nach häufiger Lehrmeinung vieler Esoteriker übrigens… zum „Tier“ & rottet vermutlich die fast gesamte Menschheit aus, —bis auf die wenigen versiegelten—-aber Benjamin will noch bisschen länger mit Fachwissen glänzen & so seine glänzenden Heiratschancen erproben ….
    in Betten, die ihm die Welt bedeuten…

    –>> Money for Nothing 6-süchtig, glaubend, ein Christ zu sein…& Chicks for free, d a f ür ist er Kleriker … &/o Fachmann für Klerus…

    Gott ist ihm lästig,& gefährlich, Gott könnte ja tatsächlich seine Pläne durchkreuzen?!

    Tja, Realsatire &/o nackte Wahrheit???

    Wenn das so ist,
    Benjamin, bist eher du Vollheide , ja aktiver ANtichrist..

    So haben wir die Fronten wieder gerade:

    Du kannst garkeinen im Erlösungsplan f ü r die armseligen. leidenden Menschen handelnden Gott gebrauchen, n i cht mal den Fakt akzeptieren, daß alle grossen Weltreligionen unisono von einer existentiellen Unheilsituation des MENSCHEN AUSGEHEN ( WAS NUR ZUTRIFFT; WENN ES AUCH NE MENGE VERSCHWÖRUNGEN &/o eine besonders derbe REAL GIBT!!!) denn der gefährdet nur deine selbstsüchtigen derzeitigen Pfründe & deine derzeitige flutschende 6-Versorgung!!!!

    ….
    Ich sitz als Single, Prekarianer, Frührentner &,&, &… auf dem trockenen & wichse…
    ich bin paranoider? Christ & glaub meiner Bibel , daß satan hier als antichrist demnächt für 3 1/2 Jahre pseudo-theokratisch..gefakte Wiederkunft Christi…herrscht nach 2.Tess 2, du kapierst das absichtlich n i cht & bist Faschist…äH. FACHMANN &/oder fach-Ideot..

    Wichser oder Ideot, das ist ja eine tolle Alternative…
    äh:
    Verschwörungstheorie:
    Die geht so:
    „Eines Tages beschliessen die wichser, den Nichtwichsern ihre Hetären auszuspannen…
    Dazu…,….
    …..aber das ist eine Verschwörungstheorie!!
    Sowas glauben wir ja nicht ..;-)

    Jeder Nobody weiss, daß Verschwörung allgegenwärtig ist.
    Geh allein mal als Frührentner zum Arzt oder bewirb dich auffem Heiratsmarkt als kranker, armer, autoloser, armselig wohnender schrulliger , ungesellig & frustriert gewordener , hässliche rkleiner, schwacher fetter, krummbeiniger, hinkender Rücken-kaputt-PArkinson-Individualistenmann ohne Erbschaft…
    Verschwörung ist, wenn der Einzelne gegen eine Mauer von Leuten rennt, nicht mehr & nicht weniger….
    Gott wird exakt das abschaffen, er wird “ Abtrocknen a l l e Tränen!“
    Noch Fragen?
    d.l.

  14. Benjamin sagt:

    Was Du da am Schluß beschreibst ist keine Verschwörung, sondern die conditio humana. Verschwörung ist, wenn Menschen sich absprechen, m im Geheimen Machtstrukturen aufzubauen.
    Ich sehe nicht, daß alle „schönen Menschen“ sich abgesprochen hätten, den „häßlichen“ auf dem „Heiratsmarkt“ keine Chance zu geben.
    Genauso bei all den anderen Beispielen. Ergo:
    Keine Verschwörung.

  15. arabella sagt:

    Jawohl..
    Kuschelgott & wörtliche Bibelinterpretation gehören, passen zusammen ..
    Sollte mich mein Jeshua auf über 1000 Seiten ständig belügen ???
    Und mich in meiner Not mit frommen Metaphern abspeisen ???

    Abslolut unmöglich..
    Da muss also endlich ein mutigerer & intelligenterer Umgang mit seinem Wort, mit der Bibel, her…

    Vielleicht sollte man mal versuchsweise –a l l e –Bücher & Aufsätze, Artikel, Referate, Predigten & „wissenschaftl“. „Arbeiten“, die diesen Fehler machen, nur als Fabeln, Möärchen & Metaphern, Gedichtbände begreifen & goutieren, also lesen..

    –>> Und das dn Autoren deutlich zurückmelden …
    Die Autoren würden vor Wut schäumen..
    Gott bleibt locker & steht auch das sauber durch

    Er hat einfach nicht „eure Papiere“ lässt euch aber sagen, daß er dasGgepläär eurer Lieder ncht mehr (lange) erträgt!!!

    die SANDUHR „TICKT“; ALSO RAUSCHT::
    VIELLEICHT SCHON.
    AGENDA 2010..
    Only heaven knows, wann satan seine gefakte Wiederkunftsveranstaltung , sein Machtergreifungsevent steigen lässt:

    Ich hab euch instruiert & gebrieft genug, K E I N E R ist auch nur diskussiv auf über 100 Hinweise von mir eingestiegen, mir gehts wie meinem grossen Vorbild, dem Propheten Hesekiel im alten Testament:
    Gesandt zu einem Volk harter Stirnen !!!

    Gott wird euch vernichten, da bleibt vermutl. nicht eine(r) übrig, der die reine Luft auf Terra1 ver. 2.0 verpesten wird ?!
    d.l,

  16. Hey, Toller Artikel. Bin ein totaler Harry Potter Fan.

  17. Mailin sagt:

    Häää???

  18. armleuchter sagt:

    Gibts was Neues?

    Schade, daß ich nicht alle meine wüsten Behauptungenn hier belegen kann &/o will

    Ich sag dann aber immer gerne:

    Mann, Goggle ist dein Freund, mann!
    …..hier standen paar links, zensiert.

    Zurück zu gestern & dem recht verdächtig ökumnischen KAth.net-Aufreger:
    Auch bei der Analyse obigen Textes kann man nicht von objektiver Wahrheit sprechen …
    Man muss schon Stellung beziehen…
    Der Eine ist hocherfreut, daß sich Christen rhetorisch zu wehren wissen , der andere siehts so wie ich, merkt, daß die zu gut, zu perfekt, zu geübt sind ; & daß die NULL, Niente, ZERo Selbstkritik haben, also schwer krank &/o kriminell deswegen sind, lebensfeindlcih halt….Ausserirdische, Dämonen? , oder noch bisschen anders….
    „Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise!“ ?
    Ich jedenfalls hab im religiösen Kontext erst meine Extrem- oder Hochleistungsrhetorik gelernt (N I C H T das wüste,brutale, beleidigende, lächerlich machende, das ist dem ADhS geschuldet, n i c h t den Adventisten. Die sind n i c h t so!!!!! )

    Leute:
    Ich kann al l e s ausdrücken, was ich auch nur halbwegs verstanden habe, über „Makros“, „Black_ boxes“ im Grunde sogar Dinge, die ich garnicht versteh, da ich als Verbalartist auch mal was so stehenlassen kann, & nicht zwingend alles auch verstehen muss.
    Besser isses, klar!
    Aber wer versteht schon fast unendliche Bosheit & Verlogenheit????

    “ DasGeheimnis der Bosheit“ nennt meine Bibel das ja …
    Okay, wie gesagt, ich hab mein rhetorisches Handwerkszeug bei den Adventisten gelernt,
    (Bin ausgetreten wegen deren Beitritt zur Ökumene)

    Das gibt nun viel Freude, ja :Lustgewinn, Freiheit, viiiiiel Verantwortung & leider auch EItelkeit.
    Die ist gefährlich & hat schon viele von Jesus weggeführt…
    Brüder & Schwestern, betet für mich, daß mir das nicht auch passiert!
    danke!
    Summa summarum:
    Ich glaube,. daß ich leider einer der wenigen bin, der da
    a) sowohlkristall klar durchblickt, als auch
    b) das Extremelend der heutigen & zukünftigen Christenheit in Worte fassen kann &
    c) Sich auch traut

    Eine seltene Ausnahmeerscheinung, die sehr viel Verantwortung beinhaltet.
    Daher diese schiere, rohe, brutal-dominante (dominierende) Menge an Text , allein schon hier auf theolounge… wo sonst noch? 😉
    Tja, ich kompensier, typisch für ADhS, mühelos 1000 Normalos & mehr ..leider aber zu ordinär & zu wenig Beweise & Quellenangaben.
    D a s wäre zeitlich aber nicht auch noch zu leisten…

    Sorry, es muss nun am besten, wo geht, sich eine fruchtbare Zusammenarbeit zw. mehreren verschieden Charakten ergeben,
    gemeinsam können wir viel für GOTT tun & die 3-fache Engelsbotschaft hier prima verkünden !!!!

    Die Zeit ist überreif!

    –AAAAgenda 2010 , nur noch 3 1/2 Monate bis zum Startschuss?!

    wird fortgesetzt?
    d.l.

  19. armleuchter sagt:

    Oh, sorry, das gehört hier garnicht rein, ein Fauxpas meinerseits !

    So, zu Harry Potter:
    Ich würde mal vermuten :
    E n t weder HArry oder Jesues !

    Wer sieht das genauso?

    Ich bin ziemlich unglücklich (ausser, daß sich die bibl. Prophezeiungen auch in diesem Punkt sauber erfüllen („Er kommt n i cht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme“, 2. Tess. 2 ..) daß die Bibelauflage von HArry getopt wurde, & daß so viele Millionen Kinderseelen okkult vergiftet werden, gell…

    KAnn man das netter ausdrücken? -Weiss nicht….

    Aber dass extrem krasse ist wenigstens noch leicht als falsch & gefährlich zu erkennen, & mag deshalb in realitas noch garnicht mal so brandgefährlich sein, ein fetter Aufreger isses aber allzumal.
    WAs gab`s hier jetzt noch so neues btr. Buhmann?

    HAtte er das richtige Gottesbild, bei dem allein sich das Aufschlagen dr Bibel segensreich auswirkt, ich meinte ausdrücklich n i c h t :
    ..–>> Sich (finanziell) lohnt ?!
    Hatte er?

    Neugierig auf Meinungen & Statements
    Erklärbär
    didi

    P.s.: Abgehoben soll die Theologie, (Lehre über Gott), Buh/ltmanns angeblich auch gewesen sien, was versteht man überhaupt darunter?
    a) Weg von den (einfachen) Menschen?
    b)unverständlich?
    c) neue bisher seltene Aspekte betonend?
    d) exzentrisch?
    e) Christozentrisch?
    f) karikatiiv-satirisch?
    ABgehoben heisst doch nur, dasses Distanz vom Alltag & von der bisherigen Sichtweise, Normalität hätte .
    das ist bisschen wenig Info , gell?!

    Werd den Buh/ltmann wohl doch noch selbst lesen müssen auszugsweise? Hihi….
    Frech von mir, daß ich v o r her schon so viel (negatives) über ihn hier geschrieben habe !!!
    d.l.

  20. armleuchter sagt:

    So schlimm isser garnic ht, voila`Zitat Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann

    „Bultmann wendet sich auch weiterhin nicht gegen die historische Methode als Forschungszweig innerhalb der Theologie, weist jedoch darauf hin, dass sie in der liberalen Theologie eine unangemessene Stellung erhalten habe: Ihre historischen Erkenntnisse seien als Grundlage des christlichen Glaubens untauglich. “

    Oder etwas länger zitiert, gleiche Quelle:
    „Formkritik des Neuen Testaments [Bearbeiten]

    1921 veröffentlicht Bultmann seine Geschichte der synoptischen Tradition, die bis heute als Standardwerk zur Exegese des Neuen Testaments gilt. Er liefert darin eine gründliche formgeschichtliche Analyse der synoptischen Evangelien, in der er einzelne Quellen identifiziert, die Eingang in die Evangelien gefunden haben. Ähnlich wie Martin Dibelius vertritt er dabei die Ansicht, dass auch die ältesten Schriftquellen, die auf diese Art rekonstruiert werden, aus einer vorliterarischen Überlieferungsphase hervorgegangen sind. Sie dürfen daher nicht als objektive historische Berichte betrachtet werden, sondern sind bereits vom Glauben der Urgemeinde geprägt. Bultmann zufolge stehen auch frühe christliche Dokumente im Dienst des Glaubens und des Kults und werden erst dann richtig verstanden, wenn ihr „Sitz im Leben“ der Urgemeinde berücksichtigt wird.

    Übergang von der liberalen zur dialektischen Theologie [Bearbeiten]

    In seinem Aufsatz Die liberale Theologie und die jüngste theologische Bewegung wendet sich Bultmann 1924 von der liberalen Theologie ab. Als Verdienste der liberalen Theologie erkennt er an, dass sie zum Verständnis geschichtlicher Zusammenhänge beigetragen und ihre Schüler durch ihren radikalen Wahrheitsanspruch zur Kritik erzogen habe. Bultmann wendet sich auch weiterhin nicht gegen die historische Methode als Forschungszweig innerhalb der Theologie, weist jedoch darauf hin, dass sie in der liberalen Theologie eine unangemessene Stellung erhalten habe: Ihre historischen Erkenntnisse seien als Grundlage des christlichen Glaubens untauglich. Bultmann stimmt mit Vertretern der dialektischen Theologie, wie etwa Karl Barth und Friedrich Gogarten, darin überein, dass der Mensch Gott nicht aus eigener Kraft erkennen könne – auch nicht durch theologische Studien. Vielmehr könne Gott sich dem Menschen nur aus seiner Gnade heraus in der Offenbarung zu erkennen geben.

    In dem Buch Jesus präsentiert Bultmann 1926 einen konstruktiven Gegenentwurf zur liberalen Theologie: Es geht ihm darin ausdrücklich nicht darum, Jesus als historische Figur zu untersuchen, sondern den Anspruch seiner Verkündigung zu erfassen. Bultmann zufolge richtet sich der christliche Glaube nicht auf Jesus als Person, sondern auf das durch ihn verkörperte Kerygma. Damit steht Bultmann in offenem Gegensatz zu zeitgenössischen Theologen wie Emanuel Hirsch und Wilhelm Herrmann.

    Im Aufsatz Kirche und Lehre im Neuen Testament (1929) entfaltet Bultmann sein Verständnis der christlichen Verkündigung genauer: Er fasst sie weder als theoretische Belehrung noch als Annahme absurder Dogmen auf, sondern sieht in ihr eine Ansprache des Menschen, die diesem ein existenzielles Sich-Verstehen ermögliche. Die Situation des Menschen zeichne sich dadurch aus, dass er nicht eigenmächtig über sein Leben verfügt, sich letztlich keine Sicherheit schaffen kann, aber im Vertrauen darauf leben darf, dass Gott ihm in Liebe begegnet, seine Sünden vergibt und sein Dasein rechtfertigt. Für diese Haltung könne man sich jedoch nicht ein für allemal entscheiden, sondern sie müsse sich in konkreten Lebenssituationen jeweils neu bewähren. Diese Position wurde als Existentiale Interpretation des Neuen Testaments bekannt.

    Leider schreibt er aber auch dies: (m.E. grottenfalsch!)

    „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“

    – Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mythologie, 1941, 18

    Ich halte dem entgegen, daß es nie eine falsche, unzutreffende Geister- &Wunderwelt , zuml de neuen Testamentes, gegeben habe..
    Wenn, dann habenm wir das heute, dammals, zu Zeiten des röm. reiches , war man stocknüchtern, stolz auf seine ratio, & hielt zauberei für einen Hinrichtungsgrund…
    heute isses total anders.
    W I R sind versackt im intell. Dreck des Okkulten, n i c h t die damals… !!!!!

    Nun, Bultmann ist 1976 gsetorben, er hat diese neue Entwicklung weitestgehend nicht meht mitgekriegt. Das mag seine fetten Irrtümer etwas entschuldigen
    Häte er damals schon mehr mit Leuten aus der unterschicht diskutiert & Geheimbünde intensiv studiert, wäre ihm abe auch 196x & später einiges verdächtiges aufgefallen 😉
    Elfenbeinturm ev. Theologie , lebensfern & „den Schuss nicht mitgekriegt“?!
    didi

  21. philgeland sagt:

    @armleuchter (wie bist Du bloss auf diesen Nick gekommen, Mensch!)
    Wikipedia hin oder her, danke für Deinen interessanten Kommentar.
    Dazu würde ich gerne Folgendes anmerken:
    1. Ich stimme der oben zitierten Aussage Bultmanns zu, dass rein historische Kenntnisse über Jesus als Glaubensgrundlage nicht ausreichend sind und kann daher seine diesbezügliche Kritik an der sogenannten „liberalen Theologie“ gut verstehen.
    2. Genauso scheint es einleuchtend zu sein, dass selbst viele der ersten Texte, die heute in der Bibel überliefert werden, nicht als historische Belege gelten können, sondern meiner Meinung nach als, hm, „metaphorische Interpretationen des Wesen und Wirken Christi“ zu verstehen sind. Und, wer sagt eigentlich, dass es sich hierbei um ein Problem handeln könnte?
    3. Am besten gefällt mir, dass sich die von Christus inspirierte „religiöse Haltung“ (und jetzt interpretiere ich Bultmann einfach mal) nicht auf Glaubensbekenntnisse beschränkt, sondern sich im alltäglichen Leben und Handeln manifestiert und somit einer ständigen Prüfung unterworfen ist.

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