Fulbert Steffensky: Beim Abendmahl nicht auf Fußkranke warten

brotbrechung5Auf dem derzeit in Bremen stattfindenden Evangelischen Kirchentag hat der Vorsitzende der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bezüglich des Streits um die Trennung von römisch-katholischen und evangelischen Christen beim Abendmahl / bei der Eucharistie zu Geduld aufgerufen. In einer Gesprächsrunde zum Ökumenischen Kirchentag 2010 in München sagte er, dass es ihm bewusst sei, dass es besonders für evangelisch/römisch-katholische Paare schmerzlich sei, wenn sie nicht zusammen zur römisch-katholischen Eucharistie gehen könnten. Aber man müsse den Mut haben, diese Spannung durchzuhalten.

Auch Johannes Friedrich, Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, warnte vor überhasteten Lösungsversuchen beim Abendmahl. Das Thema sein nicht in den nächsten zwei oder fünf Jahren zu lösen.

Dem widersprach der Hamburger evangelische Theologieprofessor Fulbert Steffensky mit deutlichen Worten. Die Argumente der Leitungen der beiden großen Kirchen, man sei noch nicht so weit, sei ewig falsch. Steffensky wörtlich: „Wir können nicht darauf warten, bis die letzten fußkranken Mitglieder von Kirchenleitungen angekommen sind und das Mahl für erlaubt halten.“

Dem ist, denke ich, nichts hinzuzufügen.

Siehe auch: Ökumenischer Gottesdienst nach der Lima-Liturgie mit Abendmahl/Eucharistie auf dem Bremer Kirchentag

In der Blogosphäre werden aber auch Positionen gegen ein gemeinsames Abendmahl / eine gemeinsame Eucharistie vertreten:

Fotograf: Walter Jungbauer – Foto: die evangelische Bischöin Maria Jepsen und der alt-katholische Bischof Joachim Vobbe (u.a.) beim gemeinsamen Brotbrechen für Eucharistie / Abendmahl in der Ökumenischen Lima-Liturgie beim ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin – Quelle: privat

6 Comments

  1. Der Link auf mich – danke, – ist keine Absage an irgendeine wie auch immer geartete Feier, sondern eine Reaktion auf den theologisch unsinnigen Harpprecht-Artikel.
    Was das Austeilen der Kommunion an Nicht-Katholiken betrifft, folge ich den Maßgaben unserer Kirche, die dies unter bestimmten Bedingungen zulässt.
    Beste Grüße
    Elsa

  2. Ich glaube hier braucht es noch lange, bis der Mensch kapiert.
    Körper-Geist-Seele
    und
    Gefühl-Verstand-Vernunft
    sind erst einmal die Einheiten die erreicht werden müssen.
    Daraus ergibt sich dann alles andere.

  3. „…bis die letzten fußkranken Mitglieder von Kirchenleitungen angekommen sind und das Mahl für erlaubt halten….“

    Der Herr Steffensky redet von Kirchenleitungen. Es ist aber ganz klar die römisch-katholische Kirche, die das Sakrament okkupiert. Wenn Herr Friedrich aus Bayern Bedenken anmeldet, dann tut er das meines Erachtens nur, weil er schon die Argumente und Ausflüchte der katholischen, amtlichen „Partner“ im Ohr hat. In der Frage der verhinderten Sakramentsgemeinschaft gibt es ganz klar einen Täter: Die (Katholische) Römische Kirche. Amen

  4. hmmmmmm, e x t r e m bedenklich , aber dann auch wieder exakt im satanischen Zeitplan, der diabolischen roadmap in den „gottesstaat2

    Der neue & perfekte faschismus wird 2christlich2 sein!

    Offenbarung 3, 7-13!

    Philadelphia-Gemeinde.-Gründungsversuch i. Gr
    Rolf-Lange-Stiftung i. Gr

  5. Hiermit bitte ich höflichst um die Kontaktdaten von Herrn Fulbert Steffenski.
    Mit freundlichen Grüße Dorothee Berthold.

  6. @ Dorothee Berthold

    sorry, aber die habe ich auch nicht …

    Aber ich vermute, dass Sie ihm über das Magazin chrismon (siehe http://www.chrismon.de) einen Brief zukommen lassen können müssten, da er öfters für chrismon schreibt

    herzlich

    Walter Jungbauer

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