Bei einundzwanzig stürzte der Turm ein

img_10571Zum Fotografieren muss ich die Absperrung überklettern – aber mich interessiert, wie hoch er wohl kommt. Beim Kistenstapeln. Jetzt kann ich ihn sehr gut beobachten. Vorsichtig lässt er sich den nächsten Kasten hochhieven, setzt ihn auf den Stapel und führt langsam, ganz langsam, seine Füße eine Etage höher. Passieren kann ihm nichts, wird er doch durch ein Seil gesichert. Bei Kiste Nummer 21 gibt es ein Problem. Der Turm bewegt sich erst ganz langsam – aber dann umso schneller und knallt zusammen. Der bisher geschickte Kletterer baumelt lachend am Seil. Schade, er hätte so gern den Tagesrekord von 27 Kisten gepackt. Vielleicht das nächste Mal…

Ich hatte von verschiedenen Seiten von diesem Event gehört, der in dieser Woche in Lörrach läuft. Playstage – eine Jugendaktionswoche mit Sport, Spiel, Musik. Auch Besinnliches gibt es für Interessierte. Den Truck mit der Ausrüstung stellt das Missionshaus Bibelschule Wiedenest e.V.

Was ist Playstage?

img_1043Die Playstage ist durch ihre Kombination aus Sport, Spaß, Begegnung, Action, Musik und Programm ein Magnet für Kinder und Jugendliche. Die unterschiedlichen Sportmöglichkeiten (Kletterwand, Streetsoccerarena, Kisten stapeln, Outdoorkicker) sind der Aufhänger und laden die Besucher ein, aktiv mitzumachen. Ein Playstageeinsatz dauert eine Woche. Während dieser Zeit gibt es viele Möglichkeiten, einander kennen zu lernen und über den Glauben und persönliche Themen ins Gespräch zu ko mmen. Nach den sportlichen Aktionen und Turnieren gibt es jeden Tag eine Siegerehrung. Mit ihr verbunden ist eine prägnante Kurzbotschaft mit Anspielen oder anderen kreativen Elementen. Das Zentrum eines Einsatzes bildet aber die hervorragende Möglichkeit, mit Kindern und Jugendlichen, die Jesus nicht kennen, echte Beziehungen aufzubauen.

In Lörrach haben sich im Vorfeld dieser Woche ganz verschiedene Gemeinden der evangelischen Allianz zusammengesetzt und diese Aktionstage sehr gut vorbereitet. Diverse Team wurden gebildet, Zuständigkeiten abgeklärt, Genehmigungen eingeholt. Es gab jede Menge zu tun. Aber es funktioniert auch: Zum Beispiel ist an jedem Tag eine andere Gemeinde zuständig, dass bestimmte Stationen besetzt sind, Knabberzeug bereitsteht oder die nächtliche Wache (3 Männer schlafen auf dem Rathausplatz, um ungebetene Besucher von Zerstörungen abzuhalten) auch zur Verfügung steht.

Was bringts?

img_1072Bei meinem Rundgang treffe ich an einer Bude auch Sara Bornschier von der Stadtmission Lörrach. Sie ist mit Christian Seitz (Christuskirche) als Sprecher der Allianzjugend für diese Aktionswoche verantwortlich. Auf meine Frage, was der Event denn bringt, meint sie sofort: „Den Kids von Jesus  erzählen.“ Und nach einem kurzen Nachdenken: „Durch die Playstage bewegt sich etwas in Lörrach. Obwohl heute erst der zweite Tag ist, kommen wir mit vielen Leuten ins Gespräch. Auch mit denen im Rathaus.“ Sie deutet auf das Gebäude hinter ihr. „Denen war nämlich unsere Musik etwas zu laut.“ Und dabei lacht sie.

„Aber richtig Klasse ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden. man lernt sich neu kennen, packt gemeinsam an und … Es ist einfach cool!“
So, wie sie es ausspricht glaube ich es ihr sofort.

„Happy Birthday!“

img_1069Neben mir spricht Judith an einem Stehpult mit ein paar Jugendlichen, einen Umfragebogen in der Hand. Es geht um deren Einschätzung zum sportlichen Angebot, ob sie religiös seien oder welchen Sinn sie in ihrem Leben sehen. Spätestens dann werden die Kids richtig ernst, denn das sind Fragen, die ihnen sonst kaum jemand so ernsthaft stellt. Und Judith hört ihnen zu…

Auch Steffen treffe ich. Er wird an jedem Tag am Platz sein. Er kümmert sich um Technik, Mikrofone und Musik. Zwischendurch kurvt Marcel Bornschier auf einem kleinen Fahrrad durch die Menge, ein Mikrofon in der Hand und interviewt Leute, lässt den ganzen Platz „Happy Birthday“ singen, weil da jemand Geburtstag hat. Den siebzehnten. Und informiert auch noch über die nächsten Wettkämpfe.
Es ist ganz schön was los, denke ich, als ich meine Fotos geschossen habe und mich wieder auf den Heimweg mache.

In den nächsten Tagen gibt es noch eine Bikershow, ein Konzert mit „Echtzeit“, und jede Menge Möglichkeit, im Bistro was zu trinken und dann mit Christen reden zu können. Wenn man das will. Man kann auch nur kommen und zuschauen oder Basketballspielen. Oder die Kletterwand meistern. Oder…

Eine gute Sache, denke ich. Und wünsche von Herzen, dass Jesus auf diese Art ganz viele Junge Menschen berühren möge.

Wie ich ihn kenne, wird er das unbedingt tun!

[Originalpost]

Fotos: A. Meissner

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