Formen des Nichtwissens – was die Welt im Innersten zusammenhält

strand-garryAuch die Physik hat längst die Grenze zur Metaphysik übertreten.
‚Vor rund 1300 Jahren datierte der englische Benediktinermönch Beda Venerabilis die Erschaffung der Welt auf den 18. März 3952 vor Christus. Beda war einer von zahllosen jüdischen, koptischen, byzantinischen und katholischen Schriftgelehrten, die sich vom Ausgang der Antike bis in die frühe Neuzeit mit der Rekonstruktion der Weltgeschichte aus alttestamentarischen Quellen befassten. Noch am Ende des 16. Jahrhunderts, ein Jahrhundert nach Kopernikus, krönte Erzbischof Usher, das Oberhaupt der irischen Provinz Armagh, sein Lebenswerk als Bibelforscher mit der genauen Fixierung des ersten Schöpfungstags auf den 23. Oktober 4004 vor Christus.‘ Hier lesen.

Lesen Sie auch: > Was ist Unendlichkeit ? (VIDEO) Bild: garry,flickr.com

4 Thoughts

  1. Stehen wir erneut vor einem Paradigmenwechsel?

    Gründet der christliche Glaube auf das Nichtwissen, auf dem religiös-traditionellen Gotts-Mythos, vor-geseten schriftgelehrten Buch-staben

    oder

    auf dem kreativen=schöpferichen Logos, der Logik (lt. Benedikt XVI. schöpferische Vernunft als biblisch christliches Wesen, Jesus genannt), die die Welt in ihrem Innersten Zusammenhält: Heute Gegenstand der gesamten Wissenschaft?

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  2. Mir ist ehrlich gesagt nicht so ganz klar, was mit obigem Rätselwort gemeint sein könnte. Von welchen Alternativen ist die Rede? Das kam nicht klar rüber, sorry?
    Was den Paradigmenwechsel angeht, der kündigt sich eigentlich schon länger an. Nicht erst seitdem Darwins Theorie publiziert wurde. Er begann schon mit der Aufklärung. Seitdem, so scheint es, haben sich Vertreter von Wissenschaft und Kirche im Grossen und Ganzen auf ihre „Fachgebiete“ zurückgezogen und Konflikte vermieden, bzw. ausgesessen. Warum das Thema gerade heute wieder „aufkommt“, ist eine interessante Frage. Es scheint so, als würden die Gegensätze jetzt direkter angesprochen und ausgetragen. Auf jeden Fall halte ich es für sehr bedauerlich, dass es eigentlich nicht zu einem Diskurs sondern nur zu einer Verhärtung der Fronten kommt. Und das liegt an den Positionen BEIDER Seiten.

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  3. Wenn ich vom Logos (einer schöpferischen Vernunft) rede, den ich aufgrund des heutigen Wissens als historisches Wesen des christlichen Glaubens sehe, (von dem die Aussagen des NT ausgehen und die auch biblisch beschriebenen theologischen Bedeutungsinhalte), dann ist es letztlich die Logik des rationalen/kreative=schöpferischen Weltenbaues,, von dem man bisher meinte, dass es gegen Gott spräche.

    Damit wird die wissenschaftliche Grammatik zum lebendigen Wort Gottes.

    Wie auf der Homepage nachzulesen, sehe ich in der naturwissenschaftlichen Aufklärung nur eine Seite. Was Not-wendig wäre, ist die Aufklärung über den realen geschichtlichen Grund des monotheistisch-christlichen Glaubens.

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  4. Der Gedanke ist durchaus nachvollziehbar, dass sich in den von uns beobachtbaren Naturgesetzen so etwas wie „schöpferische Vernunft“ ausdrückt. (Und das, ohne auf den Gottesbegriff und damit auf den „Sinn“ des Ganzen eingehen zu wollen).

    Gedankensprung …

    „Wissenschaftliche Grammatik“ und biblische Metaphern sind zwei unterschiedliche Formen menschlicher Anstrengung, zu „transzendieren“, also Realitäten ausdrücken, beschreiben und auf den Grund gehen zu wollen, die jenseits unserer alltäglichen Erfahrung angesiedelt sind.

    Zum Beispiel:

    Mit dem Satz: „Die Sonne geht auf“ beschreiben wir nur ein Bild, das sich aufgrund unseres subjektiven Standpunktes bietet. Die ersten Menschen, die begriffen haben, dass es sich hier eben nur um einen Eindruck handelt, haben hinterfragt, ihren Verstand gebraucht und eine bis dahin „jenseitige Realität“ aus einer objektiven Perspektive zugänglich gemacht.

    Die biblischen Texte machen es anders herum. Sie stützen sich auf eine Bildersprache, weil ihre „Autoren“ eben nicht anders konnten, als Ahnungen über eine ihrer subjektiven Erlebniswelt nicht direkt zugängliche Realität in Metaphern auszudrücken. Das Zeugnis dieser Schriften mag in einer für uns altertümlichen Sprache abgelegt worden sein. Das mindert aber nicht ihren Wert, weil sie auf transzendentale Realitäten hinweisen, die unvermindert Bestand haben.

    Es ist so, als würden wir heute versuchen, unsere Eindrücke und Gefühle zu beschreiben, die uns bei einem Gemälde oder einem Musikstück bewegen. Mit „Wissenschaftlicher Grammatik“ kämen wir da nicht weiter.

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