Einsam, außen vor und ein Außenseiter

Waren Sie schon immer derjenige, der am Rande stand? Derjenige, der nicht wahrgenommen oder ernstgenommen wurde? Ist es nicht ungerecht! Sie haben es so oft versucht, weiter in die Mitte zu kommen, ihre Bedürfnisse zu Gehör zu bringen. Doch stattdessen wurde ihnen auch noch das Wort im Munde umgedreht. Ihnen wurden ihre Bedürfnisse zum Vorwurf gemacht. Ihr Wunsch nach Anerkennung, Annahme, ein wenig Glück. Am Ende waren es dann die anderen, die die Ehre eingesteckt haben. – Mit einem Wort ausgedrückt sie fühlen sich so, wie es in Psalm 119:176 beschrieben ist: „Ich bin wie ein verirrtes und verlorenes Schaf.“

Wenn Sie die Dinge oben bejahen können, und es werden nicht wenige sein, dann möchte ich sie herzlich im „Club des hundertsten Schafs“ begrüßen. Dieser Verein wurde direkt von Jesus selbst gegründet. Jesu Definition eines guten Hirten ist es, dass ein Hirte seine 99 gutversorgten Schafe zurücklässt, um das Außenseiter-Schaf zu finden und sich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Ein guter Hirte bringt Zeit und Anerkennung für das hundertste Schaf am Rande mit und verwöhnt es mit einer kleinen Schafsschur, mit Verpflegung und mit Führung.

18,12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins von ihnen sich verirrte, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende? 18,13 Und wenn es geschieht, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. 18,14 So ist es nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, daß eines dieser Kleinen verloren gehe. Matthäus 18, 12-14

Also mal ehrlich. – Ein normaler Mensch, ein normaler Pastor (was ja Hirte bedeutet) ist zu einem solchen Verhalten gar nicht fähig. So ein Verhalten ist übernatürlich. Natürlicherweise kümmert sich ein normaler Mensch um die Schar der sogenannten „willigen Schafe“. Um die Schafe, die sich helfen lassen wollen.

Es gibt allerdings eine Einschränkung für diese Aussage: Ein Pastor und ein Mensch werden dazu dennoch in der Lage sein, wenn sie kurz zuvor diesen Himmlischen Hirten selbst erlebt haben: wie er ihre Bedürfnisse nach Geborgenheit, Annahme und Anerkennung erfüllt hat. Dann werden sie ihre eigenen Ängste verlieren können, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken, wenn sie nicht ganz viele Schafe um sich herum haben. Und nur in einem solchen Zustand können sie loslassen und sich um das eine einzelne Schaf kümmern.

Sie können also Glück bei einem anderen Menschen oder einem Pastor haben und jemanden finden, der Sie in einer guten Weise wieder in die Mitte der Schafsherde zurückführt. Sie können allerdings auch Pech haben und diese Menschen in der „falschen Phase ihres emotionalen Gefühlshaushalts“ antreffen. Das ist nur allzu menschlich. Doch verwechseln sie diese Menschen nicht mit Jesus.

Der sicherere Weg ist es, direkt zu Jesus zu gehen und sich von ihm in den Club des hundersten Schafes aufnehmen zu lassen.

Wie das geht? Schreien Sie, vielleicht laut, brüllen Sie ihre Bedürfnisse zu Jesus, fangen sie an zu heulen. Sagen Sie zu ihm: „Jesus, ich kann nicht, aber du kannst es. Finde mich. Bitte finde mich! Hoool mich endlich ab. Ich halte das hier soo nicht mehr aus!

Weinen Sie vor Jesus. Er wird jede ihrer Tränen mit Wertschätzung als eine Perle aufbewahren. Er kann aus ihrem Tränental einen Quellort machen (Psalm 84,6-7)

Günther, www.inunsererstrasse.de

Lesen Sie mehr: Ein neues Leben anfangen

Bild: Cornerstone, pixelio.de


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