„Die Linke“ schaltet wikipedia.de ab (!)

zensur-driely-schwartz-fl

Ein wenig Stasi-Allmachtsdenken kommt einem schon in den Sinn – wenn man auf wikipedia.de klickt und dort die Meldung liest, Lutz Heilmann (MdB) habe per Gerichtsbescheid die Weiterleitung zu wikipedia.de abschalten lassen.

Grund: der Artikel über ihn umfasse gewisse Äußerungen, die ihm wohl mißfielen. Somit katapultiert sich die Linke wohl endgültig ins politische Aus – und man ist spätestens jetzt im Nachhinein froh, dass die Koalition in Hessen (SPD mit Unterstützung der „Linken“) jüngst geplatzt ist. Denn – entschuldigen Sie, wenn ich das falsch sehe – wer eine demokratische Plattform wie wikipedia.de abschalten lässt (bzw. die Weiterleitung von wikipedia.de auf wikipedia.org), hat ganz offensichtlich von Demokratie  und Artikel 5 des Grundgesetzes (Freiheit der Meinungsäußerung) nicht viel verstanden. Extremisten gibt es wohl nicht nur auf der rechten Seite, sondern überall. Hier muss ein Aufschrei durch die Demokratie gehen, durch gesamt Deutschland. Denn Zensur ist kein Mittel, mit dem Demokratie funktioniert. Sie ist das Anti-Mittel, sie ist das Mundtotmachen von Menschen, die offensichtlich mit anderen Meinungen nicht umzugehen wissen. Eine sehr gefährliche Entwicklung. Möge sie schnell beendet werden – alles andere wäre undenkbar für einen demokratischen Staat.

Wo leben wir eigentlich ? In München demonstrieren heute Rechtsradikale und Bundestagsabgeordnete der Linken liefern den nötigen Zunder fürs deutschlandweite Feuer. 

Und was können Sie tun ? Geben Sie deutlich zu erkennen, dass Sie jegliche Form von Extremismus ablehnen. Machen Sie den Mund auf – denn nichts ist gefährlicher als Schweigen: wer schweigt, stimmt zu. Das haben die Deutschen hoffenlich gelernt. Oder ? 

Unter wikipedia.ORG können Sie weiterhin auf die deutsche wikipedia zugreifen. 

> Hier zum Artikel bei golem.de

> Hier zum Artikel bei SPIEGEL 

Im folgenden finden Sie : 

1. Den Text, den Wikipedia.de derzeit auf der Startseite hat – keine Sorge, über wikipedia.ORG bleibt die Onlineenzyklopädie weiterhin erreichbar. 

2. Hier den Link zu dem angeblich umstrittenen > Lutz Heilmann Artikel. 

Stasti, bist Du immer noch gegenwärtig in den Köpfen, werden Sie sich vielleicht fragen ? Ja, es scheint so. Überlegen Sie gut, wenn Sie das nächste Mal wählen gehen. Und: gehen Sie bitte wählen. Denn jeder Wähler, der daheim bleibt und auf seine Wahlstimme verzichtet, unterstützt dadurch indirekt Extremisten.

Der Text von wikipedia.de – der eingeblendet wird anstelle der Onlineenzyklopädie: 

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, „die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten„, solange „unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org“ bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Der Wikimedia Deutschland e.V. ist nicht Anbieter der unter de.wikipedia.org zugänglich gemachten „Wikipedia“ und hat auch keinen Einfluss auf die in der Online-Enzyklopädie abrufbaren Inhalte. Der Wikimedia Deutschland e.V. ist vielmehr ein gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens, der lediglich über die Anwendung der Wikipedia aufklärt. Betreiber der Enzyklopädie ist die in der Anbieterkennzeichnung der Enzyklopädie genannte Wikimedia Foundation, eine in Florida, Vereinigte Staaten, inkorporierte Stiftung mit Sitz in San Francisco.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie uns eine Spende zukommen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter http://spenden.wikimedia.de/. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Wir danken der Kanzlei JBB Rechtsanwälte für die schnelle und kompetente Hilfe.

 

Weitere Links dazu: 

 

Einzelnachweise

  1.  Linkspartei-Mann arbeitete für die Stasi. In: Spiegel Online8. Oktober 2005. Abgerufen am 15. November 2008.
  2.  Torsten Kleinz: Bundestagsabgeordneter lässt wikipedia.de sperren. In: heise.de15. November 2008. Abgerufen am 15. November 2008.
  3.  Lutz Heilmann, DIE LINKE.. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 15. November 2008.
  4.  Lutz Heilmann. In: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Abgerufen am 15. November 2008. (Profil von Lutz Heilmann)
  5.  Björn Hengst und Gunther Latsch: Ein Stasi-Mann spaltet die Linkspartei. In: Spiegel Online4. Dezember 2005. Abgerufen am 15. November 2008.
  6.  Tiefer Riss geht durch den Landesverband. In: http://www.LN-online.de20. September 2008. Abgerufen am 15. November 2008.

 

zensur-driely-schwartz-fl

 

graffity-black2.jpgHaben Sie eine Homepage ?
Hier ist unser >Logo !

.

grossearthklein.jpgSagen Sie weiter,
was gut ist:
mit einer 
>Grusskarte.

 

.

Bilder: driely schwartz, flickr.com – commons creative license

2 Gedanken zu “„Die Linke“ schaltet wikipedia.de ab (!)

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.