Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?

Von Roland Kopp-Wichmann. Ein ernstes Thema, das ich auch unter dem Eindruck des Intensivseminars, das ich letzte Woche leitete, schreibe. Trotz etlicher Erfahrungen mit Menschen zu diesem Thema, bin ich doch immer wieder auf’s Neue betroffen, wenn ich miterlebe, wie körperliche Strafen, die jemand vor zwanzig, dreißig Jahren oder länger erlitten hat, sich auf das spätere Leben auswirken können.

Ich muss schon sehr genau hinhören und hinspüren, um mitzukriegen, dass jemand körperliche Gewalt in seiner Kindheit andeutet. Denn das Thema ist immer noch tabuisiert und vor allem auch schambesetzt. Doch wenn jemand beim Schildern seiner Biographie erwähnt, dass „es zu Hause streng zuging“ oder der Vater „ziemlich autoritär war“ oder „die Mutter keinen Widerspruch duldete“, werde ich meist hellhörig und frage nach, was der Betreffende damit meint.

Zur Sprache kommen dann zuweilen Schilderungen von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit Zaunlatten, Gürteln, Lederpeitschen, Baumzweigen, Kohleschaufeln, Teppichklopfern, Rohrstöcken oder bloßen Händen usw. Der Zeitpunkt ist oft unvorhersehbar. Wenn der „Elternteil schlecht drauf war“, wenn „man nicht schnell genug weg war“ oder regelmäßig am Samstagabend als gefürchtetes Wochenendritual.

Ich frage auch immer nach, bis zu welchem Lebensalter geschlagen wurde und wie es aufhörte. Dabei erfahre ich, dass es meist in der Pubertät aufhört, bei manchen aber auch erst mit achtzehn, neunzehn Jahren, als sie sich entschlossen, auszuziehen. Manchmal hört der Elternteil von selbst auf, zuweilen auch nur durch die handfeste Drohung des Jugendlichen. Meist werden Jungen, speziell die ältesten, am meisten geschlagen, aber auch viele Mädchen.

Wie gehen Erwachsene mit der Erinnerung an Schläge in ihrer Kindheit um?

Eine häufige Form ist die Bagatellisierung.
Zumeist erkennbar an der Schlussfolgerung „Das hat mir aber nicht geschadet!“
Ich verstehe diesen Satz immer als den Versuch, den Konflikt zu lösen zwischen dem guten Bild, das man von den Eltern hat und den Szenen, wo man geschlagen wurde.

Häufig ist auch die Verdrängung.
Immer wieder berichten mir Menschen, dass sie an die ersten acht oder zehn Jahre ihrer Kindheit keinerlei Erinnerung haben. Kein Bild, kein Gefühl, nichts. Erst im Rahmen der gemeinsamen Arbeit kommt manchmal ein Stück schmerzlicher Erinnerung wieder zurück.

Welche Folgen haben nun Schläge in der Kindheit auf einen Erwachsenen?

Die Folgen sind mannigfach. Ich will hier nur einige der Konsequenzen und Entscheidungen nennen, die mir bei meiner Arbeit mit Menschen begegnet sind.

  • Angst und Vertrauensverlust in Beziehungen.
    Als Kind geschlagen zu werden, ist immer eine Situation, wo das Kind unbewusst Entscheidungen trifft. Wo es auf schmerzhafte Weise lernt, wie es in Beziehungen zugeht. Dass es um Macht geht. Dass man dem anderen, dem man vertraut hat, nicht trauen kann. Dass gleich wieder etwas passieren kann. Mögliche Folgen sind auch Gefühle des Ausgeliefertseins, der Hilflosigkeit, des Verlassenseins, das man als Erwachsener immer wieder erlebt.
  • Beschränkte Konfliktlösungsmöglichkeiten.
    Wer geschlagen wird, fühlt sich hilflos und gedemütigt. Um damit in Zukunft umzugehen, gibt es nur wenige Strategien. Die eine ist, sich zu unterwerfen – und den vermeintlich Stärkeren heimlich zu verachten. Die andere ist, sich zu schwören, dass einem so etwas „später im Leben“ nie wieder passieren wird. Und zwar indem man selbst stark wird.
  • Probleme in der Identitätsentwicklung.
    In Seminaren treffe ich hin und wieder auf ganz sanfte Männer, die verständnis- und rücksichtsvoll sind, nie laut werden. Einerseits angenehme Personen, aber auch ein großes Stück aggressionsgehemmt. Oft fühlen diese Menschen selbst, dass ihnen eine größere Portion Männlichkeit fehlt. Wenn man dann in der Biographie forscht, was der Grund dafür sein könnte, graben wir zuweilen gemeinsam heftige Prügelerfahrungen aus. Frage ich, wie das „Nicht-Mann-Sein“ und diese Erinnerungen zusammenhängen, hört man manchmal den einleuchtenden Satz: „Nur Männer schlagen!“ Oder: „Ich wollte nie so werden wie mein Vater!“
  • Selbstwertprobleme.
    Wer geschlagen wird, erlebt, dass dem anderen seine Gefühle, Überzeugungen oder Regeln wichtiger sind als die eigene Person. Als Kind kann man noch schlecht unterscheiden zwischen sich und dem anderen. Kann zum Beispiel schwer erkennen, dass Eltern zuweilen überfordert sind (was kein Freispruch für Schlagen ist). Meist sucht das Kind dann nach einem Grund für die Züchtigung. Vor allem, wenn der schlagende Elternteil sich nicht entschuldigt und die Verantwortung für sein Ausrasten dem Kind zuschiebt, sucht man als Kind die Schuld bei sich selbst. Weil man zu frech war oder Widerworte gab. Weil man schlecht in der Schule ist. Weil man überhaupt auf der Welt ist.
  • Abgrenzungsprobleme.
    Wer als Kind geschlagen wird, erlebt eine massive Grenzverletzung. Und hat in der Folge oft Probleme, sich als Erwachsener angemessen abzugrenzen. Also Nein zu sagen, es anderen nicht immer recht zu machen, auch mal andere zu enttäuschen etc. Auch eigene Grenzen zu spüren, zu respektieren und flexibel damit umzugehen, kann schwierig sein.
  • Probleme mit eigenen Kindern.
    Wer Gewalt als Mittel der Erziehung erlebt hat, spürt manchmal die Tendenz, sich auch so zu verhalten. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger man sich mit dem eigenen Geschlagenwerden und den dabei erlebten Gefühlen auseinandergesetzt hat. Manche streichen ihren Wunsch nach eigenen Kindern auch ganz, aus Angst, sich in schwierigen Situationen nicht im Griff zu haben und ebenso zum Schläger zu werden.
  • Unkontrollierbare Aggressivität.
    Als geschlagenes Kind erlebt man enorme Wut und Zorn, doch müssen diese heftigen Affekte unterdrückt und verdrängt werden. Doch unterdrückte Gefühle verschwinden nicht. Oft bahnen sie sich einen Weg in zerstörerischen Aktionen gegen andere (Kriminalität) oder gegen sich selbst (Autoaggression, Suizid, Drogenmissbrauch).

Was kann man tun?

Darauf gibt es keine schnelle Antwort. Aber allgemein kann ich sagen, dass das Bewusstmachen des Erlebten – im Gegensatz zum Verdrängen oder Bagatellisieren – ein erster wichtiger Schritt ist. Schon allein damit kommt man ein Stück aus der „Kindheits-Trance“ heraus, da man den eigenen erlebten Schmerz zum ersten Mal wichtiger nimmt als das Motiv der Eltern oder die heilige Fassade des „Was sollen denn die anderen Leute denken?“

In weiteren Schritten kann man sich mit den schmerzlichen Erlebnissen auseinandersetzen. In einzelnen Fällen ist es möglich, mit den realen Eltern ein klärendes Gespräch zu führen. Auch Eltern lernen manchmal dazu und können spät im Leben etwas bereuen oder falsch finden, das sie jahrzehntelang eisern verteidigten. Aber oft trifft man auch auf erneutes Unverständnis und eine Wand der Ignoranz („Das bildest Du Dir doch alles ein!“)

Manchmal ist auch professionelle Hilfe nützlich,um in dem inneren Gespinst von Erinnerungen, Verdrängungsimpulsen und Verwirrung einen gangbaren Weg für sich zu finden. Letztlich aktiv zu werden im Sinne eines „Gut-für-Sich-Sorgens“ ist auf jeden Fall besser als weiter im Leben in der Opferposition des geschlagenen Kindes zu verharren.

Was sind Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema?

Schreiben Sie hier einen Kommentar.


Fotos: Creative Commons License photo credit: artbyheather
photocase.com: rotwild und ana.knipsolina

86 Kommentare Gib deinen ab

  1. philgeland sagt:

    @Muriel
    Und ob der Staat Geld sparen würde!
    Familie zu leben heisst, sich an einem runden Tisch zu begegnen und voneinander zu lernen und eben nicht, an einer langen Tafel zu sitzen, mit den „Herren Eltern“ an ihren Enden.

  2. Muriel sagt:

    Hier der Film Tipp zum Thema
    Das weiße Band
    http://www.dasweisseband.x-verleih.de/

    oder auch ein Buch-Tipp
    IM GARTEN DES VATERS von Jan Siebelink
    http://www.amazon.de/Im-Garten-Vaters-Jan-Siebelink/dp/3716023701/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1284796748&sr=8-1

  3. @Muriel,
    leider habe ich auch lange gebraucht, bis ich verstand und wusste.
    Aktuellem Rechtswissen ist immer den Vorzug zu geben, vor Auslegern der sogenannten Bibel, in wörtlicher Bedeutung: Papyrus, das des Pharao.
    Zuverlässige Schrift ist ein Witz. Schrift = graphische Zeichen. Der Text als Solches ist bereits Kommentar, kein Urtext, von Geschehenszeugen.

    Aus Kontext ist entnehebar: Das sogenannte „Eltern ehren“ bedeutete „In existenzieller Not helfen.“ Damals gab es keine Sozialversicherungen, etc.
    Die grundsätzlichen Unterhaltspflichten, die sich heute von Seiten Kinder ergeben können, sind gesetzlich aufgehoben, wenn Erzeuger sich ungesetzlich gegenüber Kinder verhalten haben.
    In konkreter Situation ist angeraten einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Jeder hat Anspruch auf solche Hilfen.

    Es gibt viele verkrachte Existenzen, einfach weil Unwissen war. Und diejenigen, die missbrauchen, sind die Letzten, die an Aufklärung interessiert sind.

    Autorität ergibt sich jeweils in Teilbereichen, mit geprüfter Kompetenz, Zuverlässigkeit, idealerweise Beziehungsarbeit, Richtig kann sich nur ein Mensch verhalten, der Einsicht in Gründe hat. Was auf autoritärem Befehlen, unbegründeter Nötigung, Drohung, beruht, wird selbst gutgemeint, keine Einsicht, sondern nur Kadavergehorsam. In Ausnahmefällen, im Rahmen staatlicher Gewalt geht es wohl nicht anders. Anlass: Selbst-, Fremd-, Sachbeschädigungen, im Rahmen strafrechtlich oder betreuungsrechtlich relevanten Angelegenheiten. Bezeichnung Strafe missfällt, weil es eigentlich um Korrektur geht. Aber daran ändere ich nun auch nichts.

  4. Muriel sagt:

    @interplanetar
    allerliebst….

    s. auch AT haben sich die Kinder durch „Korban“ freigekauft…
    http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=3155

    ob nun Überlieferung oder Komentar… merkwürdig realistisch!

  5. AT = Tanach. In nbetracht dessen das lange nach Geschehen geschrieben wurde, Juden und Christen bereits verkracht waren, sind die Kommentare, weiteren Interpretationen nicht so merkwürdig, andererseits keine realistische Wissenschaftstheorie? Sicher scheint nur, dass im Judentum maches anders interpretatiert wird.

    Zitat:
    Die Wurzel des hebräischen Wortes Korban ist „sieh nähern“, d. h. das Opfer sollte die Verbindung herstellen, In der (lateinischen) Kirche hat das Wort Opfer eine völlig andere Bedeutung: dort bedeutet es eine Gabe, ein Geschenk, um (wieder) die Gunst G’ttes zu gewinnen. Es wäre somit falsch, das hebräische Korban mit „Opfer“ zu übersetzen.
    http://www.hagalil.com/judentum/synagoge/synagoge.htm

    Auch bei den Parsen sind nicht solche Berechnungen. Im Judentum war/ ist manches anders. Texte haben historische Grundlage. Hillel (Parisäer), der älter war wie ein Jesus, bezeichnete den Tanach schon als Kommentar. Brauchtum einhalten hat/e je nach Partei mehr oder weniger Wichtigkeit, aber Dogmen-, Buchglaube ist eher nicht. Die schlimmen Pharisäer scheint es eher nicht gegeben zu haben.

    Mal angenommen Sohn oder Tochter gaben lieber an Gemeinde, weil gewissenVorfälle waren, die auch Supermann nicht erkennen konnte, wäre es aber normal. Ich hatte im Bekanntenkreis zwei Frauen, die derzeit nicht um Rechte wussten. Letzten bezogen sie selbst Sozialhilfe, arbeiteten schwarz. Mit entsprecender Rechtsinformation hätten sie es wahrscheinlich nicht getan.

  6. philgeland sagt:

    Wissenschaftstheorie?
    Äh, worum ging’s hier doch grad?

  7. Muriel sagt:

    Es geht darum, wie man die Peiniger mit den eigenen Waffen (fehlgeleiter Bibelinterpretation) „schlägt“ und sich von dem Bann der durch Schläge in der Kindheit bedingten Ohnmacht befreit

  8. Maria sagt:

    Wenn ich in dieser Diskussion mal weiter zurück gehe und mir ansehe, was da für ein Blödsinn geschrieben wurde… Da wird mir doch schlecht. Ich wurde ca. seit meinem 4. oder 5. Lebensjahr geschlagen. Mein Vater schlug mich, um mich zu ‚züchtigen‘. Ich streckte zum Beispiel jemandem die Zunge raus und bekam eine Ohrfeige, die ja hier so vielen angeblich nie geschadet hat. Das steigerte sich mit der Zeit. Irgendwann lieferten wir uns einmal einen handfesten Streit, ich rannte zur Tür hinaus und den ersten Treppenabsatz hinunter, da kam er hinterher, riss mich an den Haaren, schleifte mich so die Treppe hinauf und holte mit der Faust aus. Ich dachte, mein Kopf explodiere. Meine Mutter stand immer nur daneben und sah weg oder weinte. Meinen Geschwistern tat er nie etwas. Nicht körperlich. Er erzählte mir auch immer, wie dumm ich mich verhalte, ich würde in der Gosse landen, usw… Als ich im 11. oder 12. Lebensjahr war, hörte er auf mich zu schlagen. Ich bin jetzt 20, habe die Schule abgebrochen, angefangen zu wiederholen, wieder abgebrochen, wieder wiederholt. Ich habe mich jahrelang selbst verletzt, um mich zu bestrafen. Ich hielt mich immer für schlecht und dachte, es wäre richtig, dass er mich schlug. Ich vertraue keinem Menschen und auch wenn ich so tue, als wenn es anders wäre, sind mir die meisten Menschen egal. Ich hätte so gern richtige Freunde, aber ich stelle mir dabei immer selbst Beine, weil ich mich nie so zeigen kann, wie ich bin. Dann würden alle das Kaputte sehen und wer will das schon. Das Resultat meiner Vergangenheit ist also, dass ich mich niemandem wirklich öffnen kann, von enorm vielen Ängsten und Neurosen geplagt werde, nicht an mich glaube.
    Und ganz ehrlich: Wenn hier dauernd geraten wird, sich Gott zuzuwenden helfe, halte ich das für Schwachsinn. Was dem einen hilft, muss nicht zwangsläufig gut für andere sein. Verstehe eh nicht, warum das ganze Thema so sehr auf Religion ausgelegt wird.

  9. Muriel sagt:

    hallo Maria,
    Schlagen hat nichts mit Religion zu tun, aber die Religion/Kirche mißbraucht eben gern den Glauben der Menschen, um Macht auszuüben und Gewalt zu rechtfertigen/glorifizieren.

    Kindern, denen Schläge mit der Religion beigebracht werden, erleben einen doppelten Vertrauensbruch. Vielleicht ist für diese Kinder die Mißhandlungen noch schwerer zu verstehen oder zu durchschauen, als Kinder, die einfach „nur“ aus elterlicher Gewalt geschlagen werden.
    Wie Du beschreibst, sind die Folgen von Folter immer ziemlich gleich, egal wie sie sich begründen, die Menschen kommen ihr Leben lang damit nicht klar und können keine stabilen Beziehungen unterhalten.

    Es gibt sicher noch andere Foren, die über körperliche Züchtigung in neutraler Form (ohne Religiöse Richtung) Hilfe bieten. LG Muriel

  10. flower88 sagt:

    Also ich würde über dieses Thema erst gar nicht so rumdiskutieren, wurde als Kind oft geschlagen, was total krank ist. Solch ein Verhalten ist assozial (menschenschädigend) wie der Name schon sagt, leide noch immer an den psychisch, körperlich, ständige Verdauungsbeschwerden, darunter. Dann auch noch gestörtes Bindungsverhältnis zu meinen Mitmenschen, was zu Einsamkeit führt, es gibt hier sovieles über diese Folgen einer solchen Kindheit zu lessen, was wiederlegt, das es total, falsch und schädlich ist, die anderen die das für gut halten, sind schon krank, denn sie haben sich davon gaga machen lassen, früher dachte ich auch so, aber als ich erwachsen wurde sagten mein Herz und Verstand, dass es eindeutig unmoralisch und verantwortungslos seines Kindes gegenüber ist, denn es ist dadurch schwer lebensfähig und denkt sein Leben lang immer daran und leidet. Hat eine Hassliebe, man weiß sie könnte man dafür strafen, dann aber wiederum sagt man nein dazu, weil man sie ja liebt, zu unrecht, sagt mein Vertand. Nun muss man sein Leben lang mit ambivalenten, Gefühlen und Gedanken leben. Immer dieser Mischmasch von Gedanken und Gefühlen, Depressionen eben. Nun werd ich alles hinter ihrem Rücken verarbeiten und nehme mir Hilfe, denn mein Leben soll nicht weiter durch solch einen Mist, unvorbildlich für mich, erschweren sondern möchte es vereinfachen. Ich werde dann anders durch die Welt gehen mit Stolz und meine Ziele erreichen. Nicht mehr als schwache Person betrachtet werden, was man an mir äußerlich auch sehen kann, da wir nunmal so sind, wie wir uns fühlen und denken. Bibelsprüche interessieren mich auch nicht, glaube lieber an mich selbst, habe Hoffnung, dazu brauche ich keine Religion. Punkt ich weiß das ich Recht habe, es lebe die Gerechtigkeit und das ich niemals solch einen Mist tun werde, da es sinnlos, schwachsinnig ist. Da steht bestimmt nicht drin, das wir ewig durch Eltern leiden, weinen müssen und das der Lebenssinn mit dem man ständig durchs Leben geht sei. Konzentriere mich auf meine Weiterbildung, das hilft schon und zwinge mich nun selbst mehr, denn Mitmenschen zu vertrauen, habe schon etwas einfacher wie vorher, muss mich aber dazu zwingen, mir mehr gutes zu tun und das mein Leben so gut wie möglich gestaltezt wird. Lese viel über Psychologie, habe mich verstehen gelernt und Wege gefunden, die mir helfen werden. Wer weiß was meine Eltern für kranke Gedanken im kopf hatten, sowas zu tun, das versteht doch kein Mensch. Achja ihre Eltern waren ja auch nicht die besten, wie ich hörte, aber sowas rechtfertigt niemals solch ein Verhalten und ist strafbar und warum wohl? Da es eindeutig falsch im sozialen Miteinander ist. Also die Leute die das hier verharmlosen wollen, stehen genau auf der schlechten Seite und sind bei mir ebenfalls verhasst. Habe hier mal die erschreckende Wahrheit erzählt, nur mit der Offenbarung der Wahrheit, fühlt sich meine Seele reiner als zu schweigen und zu verdrängen. Sonst kann man sich nicht regenerieren davon. Gut das ich viel darüber lese, um an meine Ziele zu kommen.

  11. flower88 sagt:

    Also Leute geht mit mir mit, aus der Hölle ins Leben und fangt wieder an zu leben, indem ihr immer das Gegenteil macht, denkt euch von der Vergangeheit weg, befreit euch von ihr und verarbeitet sie, ich begebe mich zur Zeit in Reparatur, habe es zu meinem Hobby gemacht über Psychologie zu lesen, daraus fürs Leben zu lernen und es macht mir immer mehr Spass, es in die Praxis umzusetzen, habe nun immer mehr Leute um mich, empfinde öfters positive Gedanken und Gefühle, zwar nur vorübergehend für mich, da ich ja 90 % schlechtes erfahren habe. Seit ich mich von meinen Eltern löse und mir bewusst ist das sie einfach krank sind und ihnen nicht zu helfen ist, aber ich helfe mir selbst und lasse Hilfe zu, ich tue nun immer das positive für mich, so gut ich kann, gelingt zwar nicht immer, aber wenn ich nicht immer weiter mache. Befinde ich mich ja nur in dem negativen Kreislauf ich, meine Eltern und die Vergangenheit. Ich mache einen Lebensneustart nähmlich in die Zukunft und ich weiß das ich nie wieder mit solchen Leuten zu tun haben muss, indem ich mich einfach nicht mit ihnen abgebe, kann notfalls noch zum Anwalt und mir die Tasche voll machen, Urlaub oder so machen, ist besser als Gewalt. Meine Eltern hatte ich mal angezeigt konnte sie aber nicht in den Knast bringen, die machten sie in die Hose, da dachte ich ok sie sind krank, sie sind sich ihrer schuld nicht bewusst und sind überzeugegend so zu tun als sei nie was gewesen. Lasse sie in dem Glauben, veräpple sie, sie haben mich hintergangen, also. Sie sind total verrückt. Ich hasse sie dafür, aber ich ändere mein Leben und lebe nicht mehr weiter danach. Bin nun Erwachsen, eines Tages wenn ich heiraten sollte, würde mein Leben ganz bestimmt nicht so aussehen, ich werde eine Bilderbuchfamilie führen, voller Liebe, Glück usw. Das geht aber nur wenn ich das ganze vollkommen verarbeitet habe, aber für so ein Leben würde ich alles tun, denn die Angst wieder in so ein Leben zu geraten ist viel zu groß. Ich bilde mich auch weiter, das ich nicht mehr solch ein assoziales Verhalten sehen, erleben muss. Angst vor Armut habe ich auch. Da ist die Chance groß auf vernünftige Leute zu treffen, die habe ich ich auch lieber um mich, mit denen kommt man doch viel besser zurecht, Leute mit einer besseren Kindheit. Sie strahlen so viel positives auf mich aus, wovon ich mir einiges abkucken kann und nicht abrutschten kann durch (sogenannte Eltern), upps ich habe sie wieder hintergangen indem ich es hier schreibe, aber zurecht.

    Liebe Grüße und gute Besserung für Euch und euer Leben, aber ihr müsst auch was dafür tun. Ich hoffe ihr nehmt es zu Herzen, raus aus den Schmerzen.

  12. Bettina sagt:

    Ich hab nur eine kurze Frage: In Ö wurde 1989 das elterliche Züchtigungsrecht abgeschafft. Wenn nun aber die Prügel darüber hinaus gingen – kann man rein juristisch ein Elternteil nach 20 Jahren noch anzeigen?

  13. theolounge sagt:

    @Bettina Keine Ahnung, wende Dich mal an einen Juristen oder z.B. das Jugendamt. Die können sicherlich weiterhelfen.

  14. flower88 sagt:

    Das könnte auch interessant sein, eine Autorin die Bücher über ihre Kindheit schrieb und vielen damit die Augen öffnete: http://www.alice-miller.com/bucher_de.php

  15. flower88 sagt:

    http://hpd.de/node/7989

  16. ferdi sagt:

    Hallo

    Danke für den wichtigen beitrag. gehöre leider auch zum „Club“.

    http://wirwurdengeschlagen.forumieren.com/

    http://de-de.facebook.com/groups/152673874836100/

    http://gepruegelte-generation.de/

  17. Moonblues sagt:

    Hi,

    ich gehöre auch dazu. Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt und habe, mir hat es mein ganzes Leben zerstört.Was aber noch viel schlimmer ist, ich hatte die Gelegenheit meinen Peiniger zur Rede zu stellen. Die Reaktion hat mich in meinen Grundfesten erschüttert. Er sagte mir er wüsste davon nichts mehr. Bei Fragen mit nachdruck schob er alles auf meine Mutter. Da ich die Hoffnung nie verlor das er sich als Mensch nach 20 Jahren vllcht. etwas geändert haben könnte habe ich versucht mit ihm klar zu kommen. warum weiß ich selbst nicht so genau, schließlich hätte dieser Mann mich als Kind beinahe getötet und das in einer der erniedrigensten Formen die man sich vorstellen kann.Ich war gerade 6 Jahre alt als ich wie viele Menschen hin und wieder die Toilette aufsuchte. Ich verstopfte das Kloh leider, mein Vater nahm es zu Anlass wieder einmal auszurasten und mich Kopf voran in das vollgelaufene Toilettenbecken zu tauchen und zwar so lange bis ich mich nicht mehr rührte, Gott sei dank bemerkte meine Mutter dies und rettete mir an diesem Tag mein Leben. Schläge gab es eig. jeden Tag mal heftiger mal weniger. Es gab auch Vorfälle die sich zu früherer Zeit meiner Kindheit ereigneten, da mein Vater bei der Army war hatte er auch einen dementsprechenden Gürtel an seiner Manöveruniform. Mit jenem machte ich oft Bekanntschaft. Eine blieb mir ganz besonders in Erinnerung, er verprügelte mich über 10-15 Minuten, mit dem Ergebnis das ich von meinen Eltern 6 Wochen nicht mehr in den Kindergarten gelassen wurde, die Schläge waren so hart das mein Hinterteil und Stellen an meinem Rücken aufplatzten.und mein gesamter Hintern und Rücken mit schwarzen Flecken übersät war.Ich wurde nachdem meine Mutter in eine Kinder und Jugendpsychiatrie in Hamm gesteckt, dort wurde mir aber nicht geholfen es hat alles nur schlimmer gemacht. Von da aus ging es in ein Heim für Schwer erziehbare Kinder. Mit 12 Holte man mich daraus,“ nach Hause“ weil meine Mutter einen neuen Freund hatte, das ganze begann von vorne, jeden Tag Schläge Psychoterror und Erniedrigungen.Ich wurde Regelmäßig durch mit dem Dobermann des Freundes meiner Mutter bedroht.
    Mein Vater hat nun mitbekommen , das ich kein Blatt vor den Mund nehme und die Wahrheit sage, schreibt auf Facebook Dinge die der Öffentlichkeit von ihm präsentiert werden. Dinge , wie ich würde Lügen über ihn verbreiten und ich würde es noch bereuen seinen Weg gekreuzt zu haben. Was soll ich nun tuen???
    Ich möchte schon gerne das Ihm und meiner Mutter Gerechtigkeit widerfährt. Nur weiß ich nicht was der Beste Weg wäre.@ Bettina ich habe auch schon darüber nachgedacht meine Eltern, nach ca 22 Jahren dafür zu verklagen.

    Für alle die das Erleben mussten, empfinde ich tiefes Mitleid.

  18. Moonblues sagt:

    @Bettina hier ist deine späte Antwort auf deine Frage :

    http://www.juraforum.de/forum/strafrecht-strafprozessrecht/kann-man-eltern-nach-20-jahren-noch-verklagen-392301#post964637

  19. theolounge sagt:

    Grauenvoll….

  20. Muriel sagt:

    @Moonblues: War Dein Vater im Krieg an der Front und hat sein Trauma nicht behandeln lassen? oder hat er Familie mit Guantanamo verwechselt??

    Welche Mutter sucht sich solche Lebenspartner aus und hat dann noch Mut mit solchen Typen Kinder in die Welt zu setzen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie nicht auch mißhanldet wird/wurde!

    PS Nach 10 Jahren sind Prügel verjährt, soweit ich weiß und man hätte ein Protokoll führen müssen als Nachweis …

  21. Moonblues sagt:

    @ Muriel Ich weiß das meine Mutter auch eine strenge Erziehung hatte, aber Gespräche hinsichtlich dessen gab es bei uns nie, ich wurde mit 15 auf die Straße gesetzt und sie seitdem nicht gesehen. Mein Vater war im Irak, aber schon vorher Fertig.
    Ich habe hier, wie viele wohl, nur einen ganz kleinen Auszug dessen was möglich ist und passierte angedeutet.
    Das ich im Leben nicht viel auf die Reihe bekommen habe brauche ich sicher nicht erwähnen. Ich sollte mich sicher mal therapieren lassen, denn ich lebe i.wie schon bewusst in einem Trauma und habe versucht mit damit abzufinden.Das ich selbst nicht ganz gesund bin ist mir klar, manchmal glaubt man halt das man über den Dingen steht.
    Ich suche seid Aug. 2011 einen Psychologen für meine Behandlung zu gewinnen, weil sich die Situation seitdem mein Vater wieder auftauchte exponentiell verschlechtert hat.Was soll ich sagen die Suche nach Antworten ist nach hinten losgegangen .

  22. Moonblues sagt:

    @ Muriel, ich denke ich habe deine Frage nicht anständig beantwortet, deswegen dieser Nachtrag.
    Meine Eltern passten nicht zusammen, böse Zungen behaupteten, sie hätte ihn nur geheiratet um schnell ihr Elternhaus verlassen zu dürfen, ich denke das die Liebe zwischen den Beiden sehr einseitig war. Wissen kann ich das aber nicht da ich bisher nie einen Menschen lieben konnte, nebenbei bemerkt ist das etwas das mich echt beschäftigt.. Aus dieser Lage wurde Seitens meiner Mutter, aus zweckmäßiger Gleichgültigkeit Hass, der sich aus irgendwelchen Gründen auf mich übertrug. Der einzige Satz der darauf hinwies warum das so war lautet so:,, Du siehst deinem Vater ähnlich!“
    Sie wurde von ihm auch geschlagen, aber das war selten der Fall, für Wutabsorbation war ja ich da.
    Es war auch nicht so das nur er der Aggressor gewesen wäre, sie hat mich teilweise richtig gequält, Schläge mit allen möglichen Gegenständen, vor allem mit Kochlöffeln auf die Oberseite der Hände fand sie echt Klasse.
    Was aber eig, noch schlimmer war, weil die schmerzen länger anhielten war, die Strafecke. Die sah folgendermaßen aus.- Ich musste mich in eine Ecke des Raumes stellen und meine arme wahlweise nach vorne oder nach oben strecken, dies wurde wenn mich die kräfte verließen jedes mal verlängert und ich rede hier über teilweise 30-60 Minuten.
    Ich wollte das hier nur mal als Beispiel nennen, ich könnte im Zeitraum von dem Zeitpunkt an den ich noch erinnere bis zum meinem 15 Lebensjahr, wie wohl viele andere auch, hunderte solcher Geschichten auflisten. Das blöde ist nur , sowas glaubt einem kein Mensch, und wenn doch steht der Kontakt zu diesem dann auch nicht mehr lange. Ich habe zwar viele bekannte , bin aber ein verflucht einsamer Mensch und viel zu oft alleine.Mittlerweile habe ich mich schon komplett abgeschottet.

  23. Muriel sagt:

    @Moonblues: Aus welchem Jahrgang sind Deine Eltern (wenn ich fragen darf)? Wenn ich Deine Schilderungen richtig verstehe, kommen Deine Eltern schon aus kaputten Elternhäusern und meinten mit der Flucht nach vorne in eine Ehe diesem zu entkommen, bzw. saßen der Illusion auf, eine Ehe würde sie für eine verdorbene Kindheit entschädigen. Die „emotionale/seelische Verschuldung“ wird an die nächste Generation abgetreten und verzinst sich weiter: Das Unglück potenziert sich… Häufig sehen/benutzen Eltern ihre Kinder auch als Ursache und Prellbock, weil sie in ihrer Ehe unglücklich sind. Spielte Religion/Bibel in Deinem Elternhaus eine Rolle bzgl. Prügel/Rute der Zucht!?

    Meine „chrisliche Kochlöffelkonditonierung“ ist gegen Deine Erlebnisse fast eine Schonkur gewesen, hat mich aber dennoch soweit abgeschreckt, keine eigene Familie mehr gründen zu wollen, um aus diesem kranken Verhaltensmuster und Gemeindeleben aussteigen zu können. Bestätigen kann ich, daß man grundsätzlich keine negativen Details weitererzählen kann ohne nachträglich dafür durch „sozialen Ausschluß“ zu bezahlen*. Meiner Meinung nach, spüren andere Menschen die Trauma-Geschichte ohne, daß ein Wort darüber fällt und halten ganz automatisch eine größere Distanz als normal. Es ist wie eine Dunstglocke, die einem das ganze Leben anhängt…

    * Es ist u.a. ein Tabu, Eltern öffentlich zu kritisieren, es ist aber kein Tabu für Eltern, Kinder zu jeder sich bietenden Gelegenheit vorzuführen/zu peinigen/ zu demütigen. Seltsam!

  24. Muriel sagt:

    Eltern lassen sich kaum auf eine faire Auseinandersetzung mit ihren Kindern ein, dann würden sie ihre vermeintliche „Autorität“ einbüßen! Vielleicht auf dem Sterbebett, wenn die Angst vorm Sterben zu groß wird und sie sich nicht in Alzheimer retten konnten… Es steht dem „Kind“ nicht zu, Fragen zu stellen, dafür ist die elterliche Selbstgerechtigkeit und ihr Narzißmus viel zu groß. Vielleicht braucht man gerade diese Eigenschaft, um sich hirnlos fortpflanzenzen zu können: grenzenlose Selbstüberschätzung! Kinder werden nicht erwachsen in den Augen der Eltern, der Altersabstand bleibt erhalten, egal wie alt man wird 😉

    Es ist wie mit diesem Walter Mixa und den mißhandelten Heimkindern. Er ist bis zuletzt der Meinung richtig gehandelt zu haben und dann Gedächtnisschwund! Zitat aus Wiki: „Dennoch könne er sich beim besten Willen nicht an die Prügelstrafen, wie sie ihm konkret vorgeworfen wurden, erinnern. Körperliche Züchtigungen seien im fraglichen Zeitraum in der Jugendarbeit, gerade auch mit schwer erziehbaren Kindern, üblich und bis 1980 auch rechtens gewesen“

    Wenn es keine übergeordnete Institution gibt, die Wiedergutmachung erzwingt, werden Täter nicht einlenken oder sich in fairer Weise mit dem eigenen Verhalten konfrontieren lassen oder gar entschuldigen.

  25. Moonblues sagt:

    @Muriel Mein „Vater“ wurde 1957 geboren und meine „Mutter“1961. Klar kannst du fragen. Ich muss auch sagen ich bin schon beeindruckt, auf welche Art und Weise du das tust.
    Die Bibel war sicher nicht die Grundlage ihres Handelns, mein Vater hatte es nicht so mit dem Lesen und sie , ja sie, war zeitweise mal Christlich orientiert , mal Zeuge Jehovas Anhänger, also nichts mit Überzeugung oder Tiefgang.
    Ja das mit dem sozialen Ausschluß stimmt,obwohl ich eine wesentlich schlechtere Meinung von mir selbst habe als die meisten Menschen die mich kennen lernten bei mir war es immer so das die Leute mir selten etwas angemerkt haben, bin ein klasse Schauspieler geworden weil ich es unbedingt musste. Das blöde ist nur , die starke Persönlichkeit zu spielen hat meine Energiereserven total erschöpft und, letztes Jahr bin ich erstaunlicherweise sehr spät total eingebrochen und diese Situation hält immer noch an.Mein inneres ist mittlerweile so zerrissen das ich dringend therapeutische Hilfe benötige. Das blöde ist das merkt ausser mir keiner. Außerdem scheint auch diese Art der Hilfe heutzutage ein Privileg oder eine Frage des Geldes zu sein,denn bis jetzt , oder mir fehlen schlichtweg die richtigen Ratgeber ich weiß das nicht so genau.Fakt ist, dass ich mittlerweile glaube das ich daran irgendwann kaputt gehe um das mal ganz plump auszudrücken.

  26. Moonblues sagt:

    Das mit der Familie kann ich mir auch von der Backe putzen, ich mag Kinder sehr gerne, habe 2 Jahre lang als Pädagogische Aushilfe im offenen Ganztagschulbereich gearbeitet. Nur bin ich mir sicher das es erstens keine Frau die dauerhaft mit mir zusammen sein würde wollen und zweitens kann ich mir noch nicht einmal vorstellen wie das aussehen würde 😉

  27. Muriel sagt:

    @MB: Das paßt wieder alles wie die Faust auf´s Auge: Mutter bei den ZJ gestrandet! Entweder die psychisch angeknacksten Leute rennen in eine Sekte oder sie werden direkt Suchtkrank. Heilung und nachhaltige Hilfe erhalten sie auf diesem Wege nicht, sondern die Probleme werden verdrängt/durch andere ersetzt. Am Ende sind die Menschen noch um ihre restlichen sozialen Beziehungen beraubt.

    Mit KK/Therapien kenne ich mich nicht aus, jedenfalls sind Plätze immer rar/Wartelisten. Vielleicht kann man über einen Allgemein-Mediziner/Internisten in der Sprechstunde Hilfe/entsprechen Adressen bekommen.

    Da der Text hier öffentlich ist, kann ich leider nur oberflächlich antworten…

  28. Moonblues sagt:

    @ Muriel Ohhh ich habe eine ganze Batterie an Listen und stehe bei mind. 10 Psychiatern seid mind. 6 Monaten auf der Warteliste. Fakt ist das bringt nichts, ein Besserungsprozess wird dadurch nicht in gang gebracht 😉
    Wäre ich ein Straftäter würde ich sicher schon morgen einen Platz bekommen .
    Ich hätte schon mit 16 eine Therapie benötigt 😉 , das ist mir heute auch klar. Aber der Austausch hier bringt auch etwas. Ich danke dir auf jeden Fall für deine Statements.
    Mal noch so eingeworfen. ihr gehts heute wohl ganz gut, sie hat wieder geheiratet, ihr jetziger Mann hat sich wohl vorher nur in Thailand vergnügt (was ich damit meine ist denke ich mal klar) und stinkt vor Geld.

  29. Muriel sagt:

    @MB: Ich kenne einige, die eine Therapie gemacht haben, weil sie mit ihrer Kindheitsgeschichte nicht zurecht gekommen sind. Den meisten hat es wenigstens soweit geholfen, alles mal los werden/abladen zu können, ihre (Auto-)Aggressionen/Depressionen zu kanalisieren und sich das Leben nicht noch zustätzlich durch destruktive Beziehungsgeflechte und ungeschickte Verhaltensweisen zu erschweren. Áußerdem ist ein Therapeut verschwiegen und es drohen keine sozialen Sanktionen. Den Begriff der Seelsorge finde ich übrigens viel passender, nur leistet den die Kirche schon lange nicht mehr…

    Wahrscheinlich muß man tatsächlich erst im Rinnstein liegen oder auf die schiefe Bahn geraten, bevor einem das Recht auf Hilfe zuteil wird und die Dringlichkeit wahrgenommen wird.

  30. Moonblues sagt:

    😉 Klasse Wortwahl, ich hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können!

  31. Traumafrau sagt:

    Betrifft:
    Beitrag von „philgeland“ vom 16. September 2010:

    „@Traumafrau
    Zu behaupten, es habe Dir nicht geschadet, als Kind geschlagen worden zu sein und gleichzeitig diesen Nick für Deine Kommentare zu wählen, “gibt mir zu denken”.“

    Mal abgesehen davon, dass der Beitrag schon zwei Jahre alt ist und ich nicht weiß, ob du hier noch verkehrst:

    @philgeland:

    Lies meinen Beitrag ordentlich, bevor du darauf reagierst. Ich hatte unter Anderem Folgendes geschrieben:
    „Ich bin als Kind geschlagen worden und es hat mir definitiv geschadet. Ich bin traumatisiert, auch im sexuellen Bereich. Erst jetzt mit 30 Jahren kann ich mir das
    eingestehen.“

    Ich verstehe nicht, wie jemand einen Beitrag nicht ordentlich liest und dann trotzdem Kritik übt und dem Betroffenen genau das vorwirft, was er NICHT geschrieben hat.

  32. manuela sagt:

    Wem es auch so ging ,das Schläge zur Tagesordnung gehörten den würde ich raten drüber zu reden sei es bei einem Psychologen oder einer anderen Person das hilft oft ,es Kann nicht heilen und vergessen, aber es hilft beim verarbeiten und man lernt sich selber zu verstehen.

  33. Marion Krompholz sagt:

    Ich bin heute 56 Jahre und wurde von meiner Mutter im Alter von ca. 4-5 Jahren brutal geschlagen worden. Kleinigkeiten haben sie dazu veranlasst. Ich wurde so geohrfeigt das ich von einer Wand zur nächsten flog. Der Gummischlauch wurde auch des öfteren benutzt. Das war ein Stück Gartenschlauch. Wir waren 4 Kinder ich die Jüngste. Meinem älteren Bruder wurde mit diesem Schlauch auf den Kopf geschlagen dass das Blut spritzte. Irgendwann habe ich mir gewünscht meine Mutter wäre tot. Sie hat mich auch mit schweigen gestraft das konnte schon mal eine Woche dauern. Als kleines Kind wurde ich zum Arbeiten herangezogen, waschen, bügeln und beim kochen musste ich immer dabeistehen und helfen. Abspülen und abtrocknen. Mit 14 Jahre habe ich für eine 5 Köpfige Familie täglich gekocht da meine Mutter ganztags in der Arbeit war. Mit 16 Jahren musste ich um 19 °° Uhr zuhause sein. Mit 18 dann um 21°° Uhr. Mein Vater hat die ganze Woche hart gearbeitet und gut Geld verdient in den 60iger Jahren. Er war handwerklich ein Genie. Alles was meine Mutter wollte hat er ihr gemacht. Alles. Selbst mit 70 noch ein neues Bad selbst installiert und gefliesst. Er wurde ein Pflegefall und ist mit 85 leider verstorben. An der Pflege war ich wesentlich beteiligt. Danach war ich für meine Mutter immer da. Ich habe Ausflüge mit ihr gemacht. Sehr viel im Garten gearbeitet. Den Rasen gemäht und und und… Zum 80igen Geburtstag schenkte ich ihr einen kleinen Laptop und hab ihr eine E-Mailadresse eingerichtet und ein bischen Fit im Internet gemacht. In einem Seniorenforum hat sie einen Mann kennengelernt und irgendwann war er ganz bei meiner Mutter. Damit hatte ich überhaupt kein Problem. Sie fliegen 3-4 mal jährlich in Urlaub im Luxusstil. Seither macht sie meinen Vater so schlecht dass ich mich für sie schäme. Selbst über mich erzählt sie dem Josef so heisst ihr Selbstdarsteller, dass sie sich ein Leben lang mit mir ärgern musste. Meine Enttäuschung kann ich nicht mehr erklären. Ich habe selber 4 Kinder und schon 4 Enkelkinder. Ich liebe sie über alles. Die zwei Jüngsten sind mit sehr viel Liebe, verständnis und Geborgenheit aufgewachsen. Die zwei ältesten bekamen schon mal einen Klaps oder vielleicht mehr strenge. Aber wie meine Mutter wollte ich nie werden. Mein ältester Bruder dagegen hat seine Schläge genauso brutal an seinen Kindern weitergegeben dass der Jüngste geschrien hat. Mama bitte schlag du mich. Jemand der dieses Märtyrium nicht selbst erlebt hat kann nicht nachvollziehen wie einem dass das ganze Leben beeinflusst. Ich habe einen 14 Jahre älteren Mann. Mit 19 geheiratet. Da ging die Erziehung weiter unter Missachtung meiner Gefühle. Ich habe es nicht gelernt zu widersprechen. Alles geschluckt dann musste ich für 12 Wochen in eine psychosomatische Klinik weil ich Panikattacken in der schlimmsten Form bekam. Dieser Klinik bin ich heute noch dankbar sonst gäbe es mich heute nicht mehr. Meine Mutter ist sehr hochmütig geworden aber Hochmut kommt vor dem Fall. Jetzt will sie ihr Haus verkaufen und zu ihm nach München ziehn. Er hat dort noch eine ETW. Heute denke ich mir. Mutter lass dich ein Pflegefall werden deine Tochter besucht dich sicher nicht. Jetzt bin ich fertig mit ihr. Eltern die ihre Kinder auf so schändliche Art und Weise behandeln würde ich hart bestrafen. Kein Mensch hat das Recht einem anderen Schmerzen zu zufügen. Ich habe mich im Text noch Human ausgedrückt, es war noch schlimmer. Soviel zu Kinderseelen kaputt zu machen.

  34. theolounge sagt:

    Oh Gott,es tut mir sehr leid,was Sie erleiden mussten!Man glaubt immer,sowas gebe es gar nicht.

  35. Ich wurde als Kind auch geschlagen. Immer auf meine Po,mal wenn ich Kleidung an hatte und mal ohne Kleidung,ich Erinnere mich,wie ich gezappelt hatte, weil es weh tat und ich krampfhaft versuchte nicht zu Schrein.
    Auch eine andere art von Gewalt erfuhr ich in der Dusche.
    Ich wurde in die Dusche gezerrt, hin gestellt und mit eiskaltem Wasser abgeduscht.
    Auch da war es erst mit Kleidung,irgendwann ohne und ab da stellte ich mich immer in die ecke die am weitesten entfernt war und dreht mich komplett zur Wand, weil das eisige Wasser sich für mich anfühlte, wie tausend Nadelstiche. Da es immer voll aufgedreht wurde. Einmal wurde ich am Genick gepackt,ins Badezimmer gezerrt und mein Kopf wurde in die Toilette gesteckt,runter gedrückt und dann wurde die Spülung getätigt.
    Auch in dem Kindergarten,der Vorschule und den normalen Schulen erfuhr ich Gewalt. Durch ältere Kinder und gleich alte Kinder.
    Hinzu kommt, das ich zwischen meinem ersten und zweiten Jahr entführt wurde durch meine biologische Mutter. Ich kann mich aber daran zum glück nicht erinnern.
    Nun habe ich seit klein auf (und später erneut bestätigt) eine Bindungsstörung.
    Ich kann jedes Gefühl,zu dem ein Mensch fähig ist genau beschreiben,aber ich selbst, bin zu den meisten nicht fähig. Wut,Angst,Trauer,Abscheu und Glück.
    Die bekomme ich hin, aber Liebe,Vertauen und Respekt, das wichtigste für einen Menschen, dazu bin ich nicht fähig. Für mich einstehen kann ich nicht,nur für andere. Anderen mit ihren Problemen helfen kann ich eher, als mich um meine zu kümmern.
    Jahre lang glaubte ich, es sei immer meine schuld, was in meiner Kindheit geschah, das ich bestraft wurde, weil ich was angestellt hatte. Heute kann ich mich nicht daran erinnern, was getan zu haben. Alles ging von meinem Pflegevater aus.
    Ob meine Pflegemutter was bemerkt oder gewusst hat, das weiß ich bis heute nicht. Nur das ich das einzige Kind von vier war, dass das durch gemacht hat.
    Mit zwölf kam ich dort weg, weil ich es wollte(dachte ich),heute weiß ich, das auch sie mich nicht mehr wollten.
    Ich kam in ein Kinder und Jugendheim, das einige Stunden entfernt von ihnen lag.
    Dort waren Kinder und Jugendlichen, die mit Drogen,Alkohol und dem Gesetzt Probleme hatten. Bereist innerhalb des ersten Jahres versuchte ich dann drei Selbstmorde. Immer mit erhängen. Beim dritten mal hatte es fast geklappt, ich war schon blau angelaufen im Gesicht,als sie mich fanden. Danach fing ich mit Rauchen,Schnüffeln am Deospray,Ritzen und Ladendiebstählen an.
    Rauchen tu ich heute nur noch bei Stress. Schnüffeln tu ich gar nicht mehr. Ritzen erst seit knapp zwei Jahren nicht mehr(Das letzte mal stand ich nach einer heul und Depression Attacke ruhig vorm spiegel und habe mich leicht am Hals geritzt. Seit dem ich weiß, das ich da eine wichtige Hemmschwelle überschritten habe und das wieder passieren kann.Deshalb habe ich damit aufgehört.) Ladendiebstahl habe ich mit 14-15 aufgehört wegen der ganzen Sozial-stunden und Androhung vom Jugendknast. Nun bin ich 27 Jahre alt.
    Ich habe versucht Beziehungen zu führen, aber es ging immer schief, da sie nur Sex von mir wollten. Ich war zwar sehr frühreif was das angeht, wollte bereits mit neun meinen ersten Sex. Aber heute ist auch das für mich irgendwie kein Thema mehr.
    Für mich ist Sex langweilig,überbewertet,überflüssig und verzichtbar.
    Schon der Gedanke an Sex mit einem anderen Menschen macht mir Angst,weil ich auf Grund meiner Einstellung zum Sex mich nicht als normal betrachte.
    Ich lese lieber meine Bücher und sehe lieber meine Filme/Serien, um mich durch sie vor der Realität zu verstecken und in meiner Traumwelt glücklich zu sein. Auch wenn ich häufig aufwachen muss, in meiner Träumen bin ich glücklich mit einem Mann, bin selbstbewusst, stark,unabhängig,kann mich sehr gut selbst verteidigen und habe ein-zwei Kinder.
    Kurz um, da bin ich das was ich nie sein werde und habe das, was ich nie haben werde.
    Erst wollte ich einfach nur meine Geschichte hier erzählen, aber während ich das hier schrieb, wurde mir langsam klar, wie hart, wie traurig mein Leben war und ist.
    Das ich nichts für das kann, was ich an Gewalt erfuhr. Nichts kann für die Schläge, Diskriminierungen,Mobbing,Unterdrückungen,Bedrohungen,Beleidigungen.
    Ich habe dadurch nur an eine gewisses mass an Willensstärke gewonnen,an Widerstandskraft. Aber das wurde mir in den letzten zwei Jahren durch (leichtes)
    Starking von einem (guten) Arbeitskollegen auch fast alles wieder genommen.Da er ja auch das Leben meiner besten Freundin und mir bedroht hatte,mit unter.

  36. theolounge sagt:

    oh weh, das tut mir sehr leid, Ihre Geschichte.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s