Warum es keinen Gott gibt

weltinhand.jpgDie Zeitschrift STERN möchte ein wenig provozieren mit ihrem neuen Artikel, den sie auch auf dem Titelblatt ankündigt. Er verkündet die provokanten Thesen des Wissenschaftlers und Bestsellerautors Richard Dawkins. Warum dieser Autor jedoch sicherlich falsch liegt, können Sie aus den unten angegebenen Artikeln selbst ersehen. Möglicherweise handelt es sich bei seinen Aussagen um reinen Populismus, nicht zuletzt dazu, um den eigenen Marktwert zu steigern. Hier lesen.

Lesen Sie auch: > > überzogene Ansprüche der Naturwissenschaften
> Die Auferstehung Jesu: Realität oder Humbug ? 
> Spaziergang durch das Universum
>
Massenkarambolage im Weltall 
> Wie genau ist die Existenz Gottes beweisbar ?
>
Wo steckt Gott ? – Theologie, Philosophie & Wissenschaft

69 Gedanken zu “Warum es keinen Gott gibt

  1. @ Helmut

    Ja, denn jetzt weiß ich das du hier alles durcheinander würfelst um die Leute zu verwirren um dann eine „logische“ Folgerung hervor zu zaubern…

    Was ist überhaupt die Oszillationsebene?

    Die Oszillation ist die Schwingung des Pendels.
    Die Oszillationsebene ist die Ebene auf der diese Schwingungen stattfinden.

    Diese Ebene liegt auf einem Kugelausschnitt. Der Mittelpunkt dieser Kugel wird durch die Aufhängung dieses Pendels festgelegt, der Durchmesser durch den Abstand des Pendels zu Aufhängung.

    Die Oszillationsebene hat nichts mit der Bewegung des Pendels zu tun. Nur mit der Länge des Pendels.

    Jetzt willst du mir also erklären, das weit entfernte Galaxien die Länge des Pendels verändern? :o)))))

    Oder meinst du etwa die OszillationsRICHTUNG?

    „Diese Choreographie ist die Ursache für die Abweichung der untersuchten Objekte von der Oszillationsebene des Foucaultschen Pendels.“

    Erst redest du davon das die Oszillationsebene von dem Pendel verändert wird, jetzt weichen Objekte von der Oszillationsebene ab, was denn nun?

    Weiterhin ist das was Trinh Xuan Thuan angibt keine Messung, sondern ein Gedankenspiel.

    Zu einer Messung gehören immer Messwerte. Beliebig wiederholbare Ergebnisse. Schick mir die doch mal bitte.
    (Ganz gespannt bin ich schon auf die genaue Positionsbestimmungen der weit entfernten Galaxien.

    Hast du schon mal von dem Phänomen des Einflusses einer Sonnenfinsternis auf ein Pendel gehört?

    Danach hat die Sonne sehr wohl einen Einfluss auf das Pendel. (Addition der Anziehungskräfte von Mond und Sonne gegenüber einer teilweisen Aufhebung bei anderen Konstellationen.)

    Von was Trinh Xuan Thuan redet ist, das eine gleichförmige Bewegung in eine Richtung keine Auswirkung auf ein Objekt hat. (Trägheitsgesetz)

    Die Drehung eines Punktes auf der Erde ist eine Änderung der Richtung und hat somit einen Einfluss auf das Pendel.
    Die Ausdehnung des Universums ist eine annähernd gleich förmige. Daher hat sie auch keinen messbaren Einfluss auf das Pendel.

    Die Drehung der Erde um die Sonne und die Drehung der Sonne haben eine grössere Auswirkung auf das Pendel aber um diese zu messen müsste das Pendel min. 365 Tage lang frei schwingen und dieses ist physikalisch unmöglich.

    Und das kosmische Objekte einen kaum messbaren Einfluss auf Versuche in einem Labor haben, ist doch wohl auch klar,oder?

    Außerdem, das Leute Bücher schreiben heißt noch nicht, das sie alles Wissen und das das niedergeschriebene auch stimmt.

    Besonders schön finde ich diesen Satz:
    „Wir sind innerhalb der sichtbaren Welt mit einem Unterschied konfrontiert, ohne dass wir einen solchen Unterschied feststellen können.“

    Mit so einer Logik lässt sich natürlich ohne Probleme Gott beweisen.

    Liken

  2. @ Theolounge

    Manche zerreden Sachen auch UM sie zu beweisen… :o)

    Was ist dabei Argumente zu analysieren und Fehler aufzuzeigen?

    Und wo liege ich denn falsch?

    Liken

  3. @Heiko

    naja, hab nichts gegen Deine Fragen, nehme aber an, dass sie wohl in den Büchern von Helmut Hansen besprochen werden. Aber wegen mir kannst Du ihn natürlich gern fragen. Kam mir nur so vor, dass Du alles in Frage stellst, also eine umfassende Begründung hier erwartest von ihm, und ich denke, das wird er wohl wie schon gesagt in seinen Büchern getan haben, also vermutlich auch Quellenangaben angeführt haben. Klang einfach so ein bischen scharf das Ganze, so nach dem Motto: liefer mir bitte alle Quellennachweise, dass ein Auto fährt. Aber gut, warum nicht, ist letztlich eine berechtigte Frage.

    Liken

  4. Lieber Heiko,

    ich weiß nicht, ob wir die Verwirrung auflösen können, aber wir können es ja versuchen.

    Der vielleicht verständlichste Weg ist der historische Foucaultsche Pendelversuch selbst, obwohl dieser Pendelversuch nach modernem Verständnis viel zu ungenau ist. Aber er ist für die Anschauung leicht zugänglich.

    Foucault hatte entdeckt, dass ein Pendel die Möglichkeit bot, die Rotation der Erde nachzuweisen, weil es seine Schwingungsrichtung beibehielt.

    Hierbei ließ er jedoch die Frage unbeantwortet: In bezug worauf blieb die Schwingungsrichtung unverändert? Er hatte die Newtonsche Mechanik, speziell den Begriff des absoluten Raumes, einfach als gültig vorausgesetzt und angenommen, dass das Pendel seine Schwingungsrichtung in bezug auf den absoluten Raum beibehielt; eine Voraussetzung, die durch den Erfolg der Newtonschen Mechanik zwar vertretbar war, sie wurde jedoch dann später als erkenntnistheoretisch unbefriedigend zurückgewiesen, insbesondere von dem Physiker Ernst Mach, der diesen Begriff für empirisch nicht haltbar hielt. Er war der Meinung, dass man hierfür eine sichtbare (materielle) Ursache angeben müsse – und da die Schwingungsrichtung eines Pendels in bezug auf die Fixsterne (näherungsweise) unverändert blieb, war er der Überzeugung, dass die Fixsterne für dieses Schwingungsverhalten des Pendels verantwortlich seien. Er glaubte, dass deren fernen Massen die Schwingungsrichtung des Pendels so beschränkten, dass es stets in diese Richtung wies.

    Diese Überzeugung wurde dann von späteren Generationen von Physikern empirisch präzisiert. Heute werden die fernen Quasare als dieses Bezugssystem aufgefaßt. Und genau hierauf nimmt die dritte Quelle Bezug – hier noch einmal ihr genauer Wortlaut

    „… the remarkable fact [is] that the local inertial compass coincides with the frame of the most distant galaxies and quasars within the present measurement accuracy of 2,5 x 10-4 arcsec/year.” (ebenda: Pfister, Herbert; Dragging Effects Near Rotating Bodies and in Cosmological Models)

    Um Deinem Wunsch nach Quellen zu befriedigen, hier ein Kommentar zu dieser Messung von einem auf diesem Gebiet aktiv tätigen Physiker:

    „.. als ‚local inertial compass‘ verstehe ich ganz abstrakt ein jegliches Messgeraet, das eine Rotation seines Gehaeuses oder seiner Aufhaengung gegenueber dem inertialen Raum seiner unmittelbaren Umgebung anzeigen kann.
    Dass Physiker und Astrophysiker dabei immer das Foucault-Pendel zitieren ist .. eine alte .. Angewohnheit. Jeder gut gelagerte schnelle Kreisel ist besser. Es war halt das erste derartige Instrument, das einige wissenschaftliche Relevanz besass.
    Es ist sehr schoen, dass Sie in Ihrer Anfrage den Zahlenwert 2,5 x 10-4 arcsec/year genannt haben. Damit ist .. voellig klar, was gemeint ist. Der einzige ‚local inertial compass‘ dieser Genauigkeit ist das Sonnensystem, genauer gesagt die Radio-VLBI-Messungen der Bewegung von Koerpern im Sonnensystem. Man misst diese Koerper relativ zu einem Koordinatensystem, das (mit denselben VLBI-Antennen!) an fernen Quasaren angehaengt ist. Die Quasare definieren einen kosmologischen Bezugsrahmen. Die Erfahrung zeigt, dass die Bewegungen der Koerper im Sonnensystem sich in diesem Rahmen darstellen lassen, wenn man nichts als die gravitativen Kraefte zwischen ihnen und die Allgemeine Relativitaetstheorie gelten laesst.

    Das gilt nur, wenn man diese Bewegungen in einem nicht-rotierenden System beschreibt. Wenn Sie die Planetenbewegung im mitrotierenden und mitbewegten Zenit-Horizont-System eines Beobachters auf dem Erdboden beschreiben wollten, dann wuerden Ihre Planeten gigantischen Zentrifugal-, Coriolis- und auch gerichteten Beschleunigungskraeften ausgesetzt erscheinen, die nichts weiter als die Nicht-Inertialitaet Ihres Bezugssystems anzeigen.
    Ein Bezugssystem fuer das Planetensystem, in dem nichts derartiges vorkommt, kann als lokales (kinematisches) Inertialsystem bezeichnet werden.
    Nichts derartiges wird in den VLBI-Messungen an Kleinplaneten und Raumsonden im Quasar-Bezusgssystem festgestellt. Und zwar heutzutage bei der von Ihnen genannten Genauigkeit.
    Ich moechte noch drei Anmerkungen anfuegen:
    1) In den letzten zwei Jahrhunderten war stets das Sonnensystem (in dem oben beschriebenen Sinn) der primaere inertiale Bezugsrahmen der Astronomie. Die Rotation der Milchstrasse, die Praezession der Erdachse, usw. usw., all dies wurde definiert und „aufgehaengt“ relativ zu einem Koordinatensystem, das durch die optisch beobachtete Planetenbewegung festgelegt war, und zwar durch die Forderung, dass keine Scheinkraefte in der Beschreibung der Planetenbewegung auftreten. Erst seit etwa 10 Jahren ist dieses primaere System abgeloest durch die Annahme, dass die Quasare im Mittel keine systematische Eigenbewegungen haben.
    2) Das ARI hat im ganzen 20. Jahrhundert federfuehrend fuer die Internationale Astronomische Union die optische Festlegung des astronomischen Bezugsrahmens durchgefuehrt. Erst in den 10-20 Jahrenwurde die Radio-VLBI genauer, so dass man das Quasar-System einfuehrte. Es ist heute mit einigen Zehntel Millibogensekunden pro Jahr um etwa einen Faktor 10 genauer als das optische Verfahren.
    Aber seit etwa 5 Jahren hat sich das ARI daran gemacht, mit Gaia das Radio-Bezugssystem wieder durch ein optisches, noch mindestens eineinhalb Zehnerpotenzen genaueres, zu ersetzen. Etwa 2018 werden wir den `local inertial compass‘, die Planetenbewegung, auf 10 Mikrobogensekunden pro Jahr mit dem `cosmological compass‘, rund einer Million Quasaren, vergleichen koennen.
    3) Vor wenigen Wochen hat ein voellig neuartiger `local inertial compass‘, die Raumsonde Gravity Probe B, ihren Betrieb nach erfolgreicher Mission eingestellt. Fuer eine ungeheuer reibungsarm gelagerte, schnell rotierende Kugel wurde ueber mehr als ein Jahr die Richtung ihrer Rotationsachse mit einer festen Blickrichtung im Quasar-VLBI-Bezugssystem verglichen. Mit einer Genauigkeit von 0.5 Millibogensekunden pro Jahr wird hier der ‚frame dragging effect‘ durch die Erdrotation nachgewiesen, um diese Voraussage der Allg. Rel.-Theorie erstmals zu bestaetigen.
    Natuerlich unter der Annahme, dass der lokale kinematisch-inertiale Bezugsrahmen nicht gegen den Kosmos rotiert. Hier wird also das Machsche Prinzip stillscheigend vorausgesetzt, um die Allg. Rel.-Theorie zu untersuchen. Man kann’s natuerlich auch umgekehrt sehen: Wenn die vorausgesagten 41 Millibogensekunden pro Jahr beobachtet werden und die ART stimmt, dann ist das ein Argument fuer’s Machsche Prinzip.

    Und wenn nicht, dann ist zumindest eins von beiden falsch – oder die Messung …“

    Und meine Hypothese ist nun, dass diese empirische Koinzidenz aufallend mit der theoretischen Koinzidenz (der Koinzidenz des Kleinsten und des Größten) korreliert; und selbst dies ist keine völlig aus der Luft gegriffene Annahme. So kommentiert der Physiker Paul Davies (bekannt durch seine Bücher: „Gott und die moderne Physik“ und „Der Plan Gottes“) in seinem Buch „Die Urkraft“ diese empirische Koinzidenz resp. das Machsche Prinzip, mit welchem sie erklärt werden soll, mit den Worten:

    „Das Kleine mit dem Großen … zu verbinden, das übt eine starke Anziehungskraft aus, denn dann fühlen wir uns mit der Schöpfung vereint, was einem mystischen Ziel entspricht, das den meisten Religionen dieser Welt gemeinsam ist.“

    Der Unterschied zu meiner Arbeit besteht lediglich darin, dass ich dieser ‚Verbindung‘ eine begrifflich schärfere Form gegeben habe, deren Übergang darin besteht, von dem Kleinen auf das Kleinste – und von dem Großen auf das Größte zu schließen.

    Inwieweit man diese Radikalisierung empirisch und theoretisch für gerechtfertigt hält, ist natürlich eine andere Sache – und sicherlich diskussionswürdig. Ich verstehe dieses Konstrukt ja auch nicht als etwas Isoliertes – es ist lediglich Teil einer umfassenderen metaphysischen Theorie. Was mich von ihrer Gültigkeit überzeugt sein lässt, ist ihr begrifflich eleganter Charakter.

    Liebe Grüsse
    Helmut

    Liken

  5. Hallo Helmut,

    „Das Kleine mit dem Großen … zu verbinden, das übt eine starke Anziehungskraft aus, denn dann fühlen wir uns mit der Schöpfung vereint, was einem mystischen Ziel entspricht, das den meisten Religionen dieser Welt gemeinsam ist.“

    Das glaube ich. Wenn man sich in den wildesten Theorien verrennt vom 100’ten ins tausendste kommt und dann den Überblick verliert, sucht man natürlich einen Ausweg.

    Das das gesamte Universum (theoretisch) einen Einfluss auf das Pendel hat, ist klar, das bestreite ich ja auch nicht.

    Aber jetzt stell dir mal folgenden Versuch vor:

    Vier Taschenlampen mit der gleichen Stärke

    Nummer 1 wurde mit einer der Voyager Sonden an den Rande unseres Sonnensystems geschickt. Diese Lmpe ist so konstruiert das sie immer auf die Erde gerichtet ist.
    Nummer 2 wurde einem Astronauten mit auf den Mond gegeben. Er richtet sie genau in Richtung Erde auf Deutschland.
    Nummer 3 steht auf einem Berg 100 Km von dir entfernt.
    Mit Nummer 4 stehe ich 1/2 Meter von dir entfernt und leuchte dir ins Auge.

    Wie viele Lichter siehst du?

    Theoretisch 4 da ja alle gleich stark sind.
    Praktisch 1

    Theoretische Konstruktionen sind halt riskant weil man nie alle Faktoren die in der Wirklichkeit mit wirken berücksichtigt.

    Wenn die vorausgesagten 41 Millibogensekunden pro Jahr beobachtet werden und die ART stimmt, dann ist das ein Argument fuer’s Machsche Prinzip.

    Und wenn nicht, dann ist zumindest eins von beiden falsch – oder die Messung …”

    Da gibt es noch eine andere Seite.

    Man kann nicht zwei Phänomene miteinander in Verbindung bringen, nur weil sie mit der gleichen Genauigkeit gemessen werden.

    Je weiter ein Objekt entfernt ist, umso konstanter ist der Abstand zu ihm. Also ist die Messgenauigkeit natürlich sehr hoch. (Verhältnis von Entfernung zur Eigenbewegung der Objekte)

    Ein rotierender Körper ist zu den auf ihn einwirkenden Kräften sehr unempfindlich. Selbst die stärkste Kraft, die auf uns einwirkt, die Schwerkraft, kann ihn kaum aus der Ruhe bringen. (Versuch: Ein Kreisel in einem Rahmen. Der Kreisel wird in Rotation versetzt und außen an dem Rahmen festgehalten. Der Kreisel kippt nicht sofort runter, er ist scheinbar leichter geworden . Solche Kreisel kannst du in guten Läden kaufen und sehr interessante Versuche damit machen.) (Entspricht Lampe 2)
    Nur wenn ich direkt ein Kraft auf den Kreisel aufbringe kann ich ihn aus der Ruhe bringen (Entspricht Lampe 1) Aus deiner Kindheit wirst du sicher noch wissen wie viel Kraft dazu erforderlich ist.

    Wenn du jetzt einen Zentral aufgehängten Kreisel nimmst, hat die Schwerkraft einen stabilisierenden Einfluss, weil sie ja auf alle Punkte gleich einwirkt und um ein vielfaches stärker ist als alle anderen auf den Kreisel einwirkenden natürlichen Kräfte.
    Die Kräfte aller anderen Himmelskörper die auf den Kreisel einwirken (Entspricht den Lampen 3 und 4) sind daher außerhalb des messbaren Bereichs. Und daher dreht sich ein schnell rotierender Kreisel zu einem bestimmten fernen Objekt(Welches aufgrund seiner Entfernung immer an der gleichen Stelle zu stehen scheint), aufgrund seines Bestrebens seine Richtung beizubehalten (Trägheitsprinzipialgesetz (1. newtonsches Axiom) mit beliebig hoher Genauigkeit.

    „Er war der Meinung, dass man hierfür eine sichtbare (materielle) Ursache angeben müsse“
    Diese Ursache ist die Schwerkraft. Sie schirmt das Pendel gegen alle anderen Kräfte ab. (Ausgenommen natürlich Bewegungen der Luft.)
    Daher behält das Pendel bedingt durch seine Trägheit die einmal eingeschlagene Richtung bei.

    Der Pendelversuch müsste also um Weltall außerhalb der Anziehungskraft der Erde vorgenommen werden aber das geht natürlich nicht.

    Aber es gibt Kreisel, welche die Kriterien (annähernd) erfüllen. Satteliten. Und bei diesen ist deutlich messbar, das sie sich NICHT an fernen Galaxien orientieren sondern an nahen Himmelskörpern wie Erde, Sonne und Mond.

    Auch die Rotationen der Planeten und die Bewegung der Planeten sind deutlich messbar ungenau.

    1. Sind die Umdrehungsgeschwindigkeiten und Bahngeschwindigkeiten eines Planeten/Mondes/Asteroiden um ein vielfaches geringer als die Rotation eines genauen Kreisel.
    2. Wirkt nur auf Monde eine starke stabilisierende Kraft ein. Aber die Massen Verhältnisse des Mondes zum Planeten sind natürlich etwas anders als die von Kreisel zu Erde. Und auch die Monde orientieren sich daher nach Planet und Sonne und nicht nach den fernen Galaxien.

    Übrigens stehen das Machsche Prinzip und die ART nicht im Einklang.

    „Machs Prinzip und die Allgemeine Relativitätstheorie:
    Das Prinzip wurde von Albert Einstein 1918 nach Ernst Mach benannt, der es in seinem Buch Die Mechanik in ihrer Entwickelung vertreten hatte. Das Machsche Prinzip bildete eine wichtige Motivation für die Entwicklung der allgemeinen Relativitätstheorie, obwohl sich später zeigte, dass Einsteins Version der Relativitätstheorie mit einigen konkreten Formulierungen des Machschen Prinzips gar nicht vereinbar ist und mit anderen Formulierungen des Machschen Prinzips die Vereinbarkeit eine offene Fragestellung ist.“

    Bei deiner Theorie vergisst du einfach die Verhältnismäßigkeit der Kräfte.

    „Was mich von ihrer Gültigkeit überzeugt sein lässt, ist ihr begrifflich eleganter Charakter.“

    Also ist etwas richtiger je eleganter es beschrieben ist?

    Eleganz liegt im Auge des Betrachters und ist damit kein Kriterium.
    Also ich denke da gibt es handfestere Kriterien.

    Gruß,
    Heiko

    Liken

  6. @ Theologisch

    Ich stelle nicht generell alles in Frage.

    Aber ich schaue halt ob es in einer Theorie Widersprüche oder Fehler gibt.

    Eigentlich sollte das dem Ersteller der Theorie helfen seine Theorie zu verbessern.

    Aber Helmuts Theorie beruht darauf das zwei Phänomene mit einander in Verbindung gebracht werden, nur weil sie mit der gleichen Genauigkeit gemessen werden und weil dieses halt einen eleganten Charakter hat.

    Das reicht nicht.

    Liken

  7. P.S.

    Hallo Helmut,

    Der von dir selbst angeführte Satellit Gravity Probe B wiederlegt deine These.

    „Die Kreisel sind so beschaffen, dass sie in 1.000 Jahren nur ein Prozent ihrer Rotations-Geschwindigkeit verlieren. Außerdem schützt ein Bleimantel die Kreisel vor Magnetfeldern und flüssiges Helium hält die Temperatur konstant bei Minus 271,4 Grad Celsius – knapp über dem absoluten Nullpunkt. Die Achse der Kreisel wird auf einen bestimmten Zielstern im Sternzeichen Pegasus ausgerichtet.

    Kleine Zahlen, große Wirkung

    Nach der Relativitätstheorie muss sich die Drehachse der Gyroskope allmählich neigen – wenn auch nur geringfügig. Und das hat sie getan. Forscher der Stanford University haben nach ersten Auswertungen eine Neigung der Achse um 0,0018 Grad festgestellt. Und sie konnten auch den Lense-Thirring-Effekt messen: Der sorgte für eine Achsenneigung von 0,000011 Grad. Kleine Zahlen mit einer großen Wirkung: Beide Werte entsprechen mit 99-prozentiger Genauigkeit der Allgemeinen Relativitätstheorie, die damit erstmals mit Messdaten aus dem All experimentell bestätigt wurde.“

    Nach deiner These hätten die Kreisel mit einer Genauigkeit von 2,5 x 10^4 Bogensekunden pro Jahr auf den Bezugspunkt ausgerichtet bleiben müssen.

    Liken

  8. @Helmut

    Woher kommt die „kleinste Einheit“, die du im letzten Ansatz einfuehrst?

    Ich habe das nicht so genau verstanden, es scheint mir aber ein Gedanke aus der Quantenmechanik zu sein.

    Eines der grössten Probleme der modernen theoretischen Physik ist eben die Verbindung von ART und QM. ART ist bis zum heutigen Zeitpunkt auf grossen Längenskalen nicht widerlegt, und die QM funktioniert auf kleinen Längenskalen bis zu den Grenzen sämtlicher bisher durchgefuehrter Experimente. Leider lassen sich beide Theorien bisher nicht vereinigen. Theoretiker versuchen zur Zeit Theorien zu entwickeln, die ART und QM verbinden, doch mit heutigen Experimenten sind diese Theorien nicht zu beweisen.

    Falls ich deinen Artikel richtig interpretiere versuchst du eben die ART auf Skalen anzuwenden, die mit dieser Theorie NICHT beschrieben werden können.
    Ebenso ist die Verbindung von QM und ART nicht sinnvoll, weil sich beide Theorien auf gewissen Skalen widersprechen. Und eben das bringt deine Argumentation zum Zusammenstuerzen, da du die Physik ausserhalb ihrer Gueltigkeit anwendest.

    Man könnte sagen, ART und QM sind die bisher besten Näherungen der Wirklichkeit, beide Theorien funktionieren gut, bis zu ihren Grenzen.

    Und wenn du mit diesen Theorien argumentierst solltest du dir ihrer Grenzen gut bewusst sein.

    Liken

  9. Lieber Heiko,

    vielen Dank für die vielen Anregungen – wie auch die Kritik.

    Selbstverständlich muss das, was ich sage, keineswegs richtig sein. Es ist lediglich der Versuch, das physikalische Universum aus einer metaphysischen Perspektive wahrzunehmen – und auf diesen Wahrnehmungen eine konsistente und kohärente physikalische Theorie aufzubauen. Eben eine moderne Metaphysik. Schönheit und Einfachheit der Prinzipien sind hierbei wichtige Kriterien – vor allem deswegen, weil diese Kriterien durch die Entwicklung der modernen Physik in ihrer Bedeutung wiederholt bestätigt wurden. Ich würde also schönen Begriffen und Konzepten selbst dann trauen, wenn sie empirisch nur näherungsweise realisiert wären.

    Noch zu Deinen Argumenten wider eine moderne Metaphysik.

    Wenn man es mit einer Koinzidenz zweier Gegenstandsbereich zu tun hat, dann kann man diese Koinzidenz auf zweierlei Weise erklären: Entweder ist das eine durch das andere verursacht – oder beide Bereiche haben einen gemeinsamen Ursprung.

    Die erste dieser beiden Erklärungen entspricht dem Machschen Prinzip – und ist die von der modernen Physik favorisierte Erklärungslinie: Hier soll der Trägheitskompass durch den Sternenkompass (i.e. die fernen Massen) erklärt werden. Meine Erklärung entspricht dem zweiten Ansatz.

    Im Grunde genommen hast Du mit eigenen Worten das Versagen der ersten Erklärungslinie deutlich gemacht. Es ist in der Tat bis heute nicht gelungen, das lokale Trägheitsverhalten durch eine entsprechende Schwerkrafttheorie zu erklären. Einstein hat, wie ein Brief an Felix Pirani aus dem Jahre 1954 zeigt, am Ende seines Lebens die Fruchtbarkeit dieses Erklärungsansatzes bezweifelt. Seine an anderer Stelle geäußerte Auffassung war, dass der räumliche Abgrund zwischen beiden Kompassen höchst unübersichtliche Beziehungen heraufbeschwört, wenn man sich in der Erklärung dieser Koinzidenz allein auf materielle Ursachen beschränkte. Dass auch seine Allgemeine Relativitätstheorie, die diesem Erklärungsansatz verpflichtet
    war, kein Erfolg beschieden war, darauf hast Du ja bereits hingewiesen.

    Noch zu deinem Argument bezüglich des Gravity Probe B – Experimentes: Dieses Experiment widerlegt meine These nicht, im Gegenteil: Es bestätigt sie. Tatsächlich ist die Koinzidenz zwischen dem Trägheitskompass und dem Sternenkompass die notwendige Voraussetzung, um überhaupt eine solche subtile Abweichung nachweisen zu können.

    Dies war auch der Kommentar des von mir zitierten Physikers. Noch einmal zur Erinnerung. Er sagte: „Natuerlich unter der Annahme, dass der lokale kinematisch-inertiale Bezugsrahmen nicht gegen den Kosmos rotiert. Hier wird also das Machsche Prinzip [und damit meint er genau jene besondere Koinzidenz] stillscheigend vorausgesetzt, um die Allg. Rel.-Theorie zu untersuchen.“

    Der Zielstern IM Pegasus ist lediglich ein ‚vorgeschobener‘ Referenzpunkt, dessen Eigengewegungen man bezüglich dem Bezugssystem der fernen Quasare sehr genau vermessen hat. Es gibt es eine sehr schöne DVD von der Stanford University, in der das Experiment in all seinen Einzelheiten dargestellt wird. Es wurde hierzu technisch ein unglaublicher Aufwand betrieben.

    Gruss
    Helmut

    Liken

  10. Lieber Harey,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Der Ansatz, mit dem ich mich in der Vergangenheit beschäftigt habe, ist physikalisch weit primitiver. Er ist in der Form, wie ich ihn bisher präsentiert habe, nicht mehr als ein besseres „naturphilosophisches“ Konstrukt; ein Konstrukt freilich, dass sich empirisch begruenden laesst.

    Dieses Konstrukt hat also weder etwas mit der Allgemeinen Relativitaetstheorie zu tun noch mit der Quantenmechanik; auch wenn es beiden Theorien (sehr mittelbar) berührt. Es liegt eigentlich jenseits dieser beiden Theorien. Es geht, wenn ich es physikalisch beschreiben sollte, um ein allgegenwaertiges, skalares Feld. Mit dem Kleinsten ist ein räumlich infinitesimal kleiner Bereich dieses Feldes gemeint; formal definierbar durch R = 0.
    Mit dieser formalen Notation von R = 0 ist Euklidizität und Kräftefreiheit assoziiert. Dasselbe gilt für den gegenläufigen Begriff – den Begriff des Größten. Dieser ist formal durch R = Unendlich charakterisiert.

    Mit der Entwicklung dieses Konstruktes habe ich ein ganz begrenztes Forschungsziel verfolgt: Ich wollte eine empirisch überprüfbare Bedingung finden, die zeigt, wie sich ein transzendenter Grund innerhalb unseres physikalischen Universums bemerkbar gemacht haben könnte. Mehr nicht. Von einer Theorie des Universums zu sprechen, wäre also vollkommen verfehlt. In und mit diesem Konstrukt ist also gar nicht der Versuch intendiert, so anspruchsvolle Theorien wie die ART und die QM zu vereinigen, geschweige denn zu konfrontieren.

    Obwohl eine meta-physikalische Theorie noch nicht existiert, so bezweifle ich jedoch, dass eine solche Theorie die Vereinigung dieser beiden Theorien ermöglicht. Da sie die Wirklichkeit aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet als dies beispielsweise die Allgemeine Relativitätstheorie tut, führt sie vermutlich auch zu einer ganz anderen Form von physikalischer Vereinheitlichung. Ein Beispiel: So ist die Allgemeine Relativitätstheorie dadurch gekennzeichnet, dass sie eine a priori gegebene Metrik ausschließt. Wie meine wenigen Bemerkungen aber zeigen, gehe ich davon aus, dass unser Universum an seinem äußersten Rand euklidisch ist. Schon dieses Charakteristikum signalisiert, dass eine moderne Metaphysik und die ART sehr unterschiedlich gestrickt sind.

    Also: Harey, zu viel der Ehre.

    Gruss
    Helmut

    Liken

  11. @Helmut

    es ist die Harey, nicht der Harey, nur nebenbei….

    ok, akzeptiert

    Ich denke nur wenn du mit Physik argumentierst solltest du keine groben Fehler machen.

    Die wildgewordenen Kreationisten zeigen uns wohin das fuehren kann. Womit ich nicht sagen möchte dass du einer davon bist.

    Gruss

    Harey

    Liken

  12. Lieber Heiko,

    folgendes ist mir aufgefallen. Mal ganz ganz abgesehen, wessen Meinung nun die richtige ist, ob es nun die atheistische oder christliche Front ist. Um was geht es dir hier eigentlich, einem Christen zu beweisen, das es keinen Gott gibt, oder gute dafür zu bringen? Es ist auffällig, dass du jede Diskussion immer nur auf Aussagen ziehst die bei dir ein Fundament haben und aus deiner Sicht nicht nicht Wackeln. Du bist quasi immer nur in deinem eigenen Teller und sobald die Diskussion darüber hinaus geht, versuchst die sie immer wieder in dein Teller zu bringen. Das führt zu gar nichts. Jegliche Kommunikation scheitert, weil ich irgendwie den Eindruck habe, du weisst nicht so recht was genau du mit deinen Beiträgen erreichen willst. Überprüfe doch mal deine eigene Zielsetzung und versuch mal dich in andere Reinzuversetzen, denn jeder hier schaut sich die Dinge aus deiner Sicht, schafft es vllt nicht, aber es wird versucht. Du aber gehst stur durch und versucht nur zu überzeugen und runterzuargumentieren….ich würde sagen, wenn es was gibt was dich unfrei macht, dann ist es Irgendwie deine eigen Eigenschaft alles immer … nun ja besser wissen zu wollen….

    Liken

  13. Hallo Vled,

    Also Front hört sich für mich nach Kampf an, das ist aber nicht mein Anliegen.

    Ich sehe das hier eher als ein „Schachspiel der Glaubens Argumente“.

    Jeder hat so seine Argumente (Figuren) und mich interessiert es einfach, wo die Stärken und Schwächen liegen.

    Du meinst, ich bin nur auf meinem Teller? Also von euch ist auch jeder auf seinem Teller.
    Viele weichen meinen Fragen aus, weil sie angst haben, sich meinen Teller überhaupt nur anzuschauen.

    Ich soll mich in andere rein versetzten? Was mache ich denn, wenn ich auf Widersprüche aufmerksam mache?
    Das kann ich nur, wenn ich mir den Standpunkt des anderen genau anschaue.

    Und wenn du das Aufzeigen von Widersprüchen und Problemen als Besserwisserei abtust, bist du auch nicht gerade sehr flexibel.

    Liken

  14. Der wahre Charakter der Religion:
    Religionen werden mißbraucht um den herrschenden Kapitalisten ihren Machtspielraum zu erweitern. Religionen sind im Kern alle unwissenschaftlich beruhen auf Aberglaube und basieren geschichtlich betrachtet fast ausschließlich auf Gewalt und Einschüchterung. Sie transportieren oft grausame Bräuche halten die Menschen in Armut und behindern Aufklärung, Forschung und Entwicklung. Religionen hemmen die Menschheit sich von Ihren Unterdrückern zu befreien deshalb findet man immer in der Nähe der Kapitalisten-Schmarotzer und deren stinkenden Dunstkreis religiöse Würdenträger…diese machen sich regelmäßig zu Vasallen der herrschenden Ausbeuterklasse aus den gleichen niederen Bereicherungstrieben heraus als jene mit Ihrer zweifelhaften Moral die Kreuzzüge, Folter, Hexenverbrennung und Ablasshandel unterstützten. So hat der Vatikan Nazi-Verbrechern gegen Entgelt die Flucht nach Südamerika ermöglicht, nicht selten arrangierten sich „Christen“ mit hochkarätigen Nazis und verrieten Widerstandskämpfer. Ganze Kontinente wurden einst aus religiösen Gründen ausgebeutet, versklavt und bis in die Gegenwart ausgeplündert. Es gibt kein einziges Land auf der Welt welches religiös stark geprägt ist wo Menschen frei ohne Angst in Würde ihren Alltag leben können. Wenn Religion als ein Relikt der Vergangenheit die heutige Zeit und die Zukunft stark beeinflusst so sind immer wieder die schlimmen Folgen sichtbar wenn Länder immer mehr in Fundamentalismus, Terror und Gewalt versinken, daher steht Religion nicht für das bessere nicht für das menschliche sondern immer für das alte, häßliche, grausame, brutale, rückständige welches immer die größte Geisel der Menschheit war und ist daher auch der Begriff der Glaubenskriege, folgendes Beispiel zeigt die Grausamkeit des Islam und des Judentums. Religion wird häufig eingestzt um angeblich den Menschen Werte zu vermitteln…natürlich sind diese „Werte“ nichts wert weil sie die Menschen daran hindern ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Kirchliche Missionen packen nicht das Übel bei der Wurzel, sie lassen die Menschen im Elend verharren und machen den Dümmsten weiß sie sollen nur zum lieben Gott beten dann wird schon alles besser. So fördern Religionen durch Passivität die Vorherrschaft kapitalistischer und korrupter Regime, Hilfe wird nur denen zuteil wo ein konsequenter Eigennutz dahinter steckt.

    Liken

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.