Kreationisten auf dem Vormarsch

zzz_schnecke.jpgSie glauben, die Welt sei in 7 Tagen erschaffen im recht wörtlichen Sinne der Bibel. Sie glauben mehr an die biblische Schöpfungsgeschichte, als an die Evolutionstheorie. Damit gehören sie zu einer eher radikal denkenden Gruppierung, die aber wohl den Punkt nicht ganz trifft. Die Evolutionstheorie ist bislang aus naturwissenschaftlicher Sicht das gängige Denkmodell. Allerdings kann man tiefergehend fragen, woher überhaupt der Anstoß kam, dass sich Leben entwickelte. Hier ist man dann trotzdem wieder schnell bei Gott.

Ob tatsächlich die Evolutionstheorie sämtliche Fragen abdeckt, muss sich möglicherweise erst noch zeigen. Wenn man nämlich in den Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung gelangt, kann man durchaus ins Grübeln kommen, ob denn eine recht lange Zeit (einige Millionen Jahre) dafür ausreicht, derart komplexe Lebewesen (und das in unglaublicher Vielfalt) wie beispielsweise den Menschen hervorzubringen (mit seinen Millionen geordneter und auf einander abgestimmter Zellen). (Die Dinosaurier starben vor ca. 65 Mio Jahren aus. Die ältesten Funde fossilen Funde, die dem Menschen zugerechnet werden, gibt es seit ca. 160.000 Jahren).

Somit lässt sich als Arbeitshypothese festhalten, dass die Evolutionstheorie die derzeit gängige naturwissenschaftliche Theorie für die Entstehung des Lebens darstellt. Ob sie jedoch die Gesamtheit der Fragen, auch die philosophischen und religiösen, abdeckt und abdecken kann, muss möglicherweise erst noch erwiesen werden. Derzeit wird sie ja von verschiedenen Gruppen hinterfragt.

Dabei ist es jedoch nicht sonderlich förderlich, wenn sie von oben genannten Gruppen hinterfragt wird, weil ebenjene Gruppierung nicht die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entstehung der Bibel angemessen wahrnimmt.

Hinterfragt werden kann die Theorie zur Entstehung des Lebens natürlich schon. Möglicherweise ergibt sich irgendwann eine Erweiterung der bisherigen Betrachtungsweise: Evolutionstheorie – und der Verdacht, etwas Größeres habe die Entstehung des Lebens in Gang gebracht, wie es derzeit in der Diskussion unter dem Begriff „Intelligent Design“ geschieht.

Dem glaubenden Menschen zumindest ist solche Denkweise durchaus nicht fremd: wenn man bis zu den Anfängen des Universums denkt und wenn man über das Rätsel des eigenen Bewußtseins reflektiert, ist man schnell bei Gott als Urgrund allen Seins. Ein Gedanke, den die Naturwissenschaft nie wirklich erfassen kann, was aber auch heißt, dass sie wohl immer nur einen Teil der Realität beschreiben kann. Nämlich den, für welchen sie Meßmethoden und -möglichkeiten hat.

Der Mensch jedoch überschätzt sich wohl leicht selbst ein wenig, wenn er naturwissenschaftsgläubig meint, die Gesamtheit der Wirklichkeit durch Physik und Chemie erfassen zu können. Denn dort, wo diese Teilwissenschaften aufhören, beginnen ganz andere Fragen: die philosophischen und die religiösen. Und letzlich auch der Glaube. Die sogenannten „radikalen“ Kreationisten machen es einem aber nicht unbedingt leichter, in diese Diskussion einzusteigen:  > Hier zum Artikel

Lesen Sie auch: > „Evolution – ist der Schöpfer ausgestorben ?“ Vortragsreihe an der Technischen Universität München.

> Die Krise der Evolutionstheorie – Gott und die Wissenschaft

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